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Iris Polch vom Karnevalsverein Traben-Trarbach ist seit 1994 aktiv

Karneval : Kein Prinzenpaar, keine Suppe: Iris Polch vermisst die Fastnacht

Iris Polch vom Karnevalsverein Traben-Trarbach ist seit 1994 aktiv in der Fastnacht. Momentan engagiert sie sich mit ihren Vorstandskollegen digital. Im letzten Teil der TV-Serie „Die andere Fastnacht“ erzählt sie, warum sie so eine ruhige Fastnacht nicht nochmal braucht.

Ein gutes Glas Wein hat schon so manche schöne Stunde beschert. So hat auch Iris Polch den Abend, an dem eigentlich die Kappensitzung stattgefunden hätte, auf der Couch mit einem guten Glas Wein verbracht. Sie berichtet: „Wir haben Karnevals-DVDs aus den vergangenen Jahren geschaut und so ein wenig Karneval gefeiert.“ Für die Fastnachter in Traben-Trarbach hatte der Vorstand aktive Karnevalisten angesprochen, die drei aktuelle Beiträge fürs Internet gedreht haben. Dazu gab es einen Bilderzusammenschnitt. Der Vorstand selbst hat sich ebenfalls eingebracht. „Wir haben „Echte Fründe“ gesungen, jeder in seinem Wohnzimmer und das haben wir anschließend zusammengeschnitten. Es kam sehr gut an“, so Iris Polch und ergänzt: „Wir haben ein Social-Media-Team, das wirklich gute Arbeit leistet.“

An Weiberdonnerstag musste sie, „zum ersten Mal in meinem Leben“ arbeiten. An diesem Termin ist sie in normalen Sessionen mit dem Prinzenpaar in Kindergarten und Schule unterwegs, geht anschließend zum Erbsensuppe-Essen in die Halle. Am Abend ziehen Vorstand, Prinzenpaar und jeder der Lust hat, gemeinsam durch die Kneipen der Stadt.

Trotz der „ruhigen Fastnacht“ findet innerhalb des Vereins ein reger Austausch statt, etwa um die Videos auf den Weg zu bringen. Klar ist für aktive Karnevalistin: „Das sind alles gute Alternativen, um zu zeigen, dass wir da sind, aber noch eine solche Session brauche ich auf keinen Fall nochmal“, sagt sie mit Nachdruck.

Denn die schönsten Momente im Karneval sind für sie die Finale am Ende der Kappensitzung, wenn die Anspannung abfällt und man gelöst auf der Bühne steht. Seit 1994 ist sie tanzend dabei. So hat sie gemeinsam mit anderen einen Vortrag mit Handpuppen in Form von Kakerlaken, an den sie sich gerne erinnert. „Wir haben Kandidaten aus dem Publikum ausgewählt und sie mussten Liedstrophen in die richtige Reihenfolge bringen.“ Ein Piratentanz ist ihr ebenfalls noch in besonderer Erinnerung, weil die gesamte Gruppe an den Kostümen mitgewirkt hat, sowohl beim Entwurf, beim Aussuchen der Stoffe, als auch beim Zuschneiden. Die Mutter einer Tänzerin hat sie dann genäht. 

Für die kommende Session hofft sie, dass alle „richtig Hunger und Lust auf Karneval“ haben, wobei sie der Meinung ist, dass sich die Vereine durch die Pandemie digital besser aufgestellt haben.