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Isabell Firus hat mitten im Corona-Jahr ihren eigenen Laden eröffnet, in dem sie selbst bedruckte Produkte ihres Modelabels printabell anbietet

Junge Unternehmerinnen : Moselmädchen starten durch: Kröver Modelabel mit eigenem Laden

Isabell Firus hat mitten im Corona-Jahr ihren eigenen Laden eröffnet, in dem sie selbstbedruckte Produkte ihres Modelabels Printabell anbietet.

Eine eigene Produktlinie, der eigene Laden und eine im Nu ausgebuchte erste Modenschau. Es läuft gut bei Isabell Firus, einer 30-jährigen Kröverin, die sich im Februar für die Selbstständigkeit entschied. Ihr Modelabel Printabell gibt es zwar schon seit 2017. Seither machen T-Shirts, Pullis, Taschen und Tassen mit patentgeschützten Aufdrucken wie Moselmädchen, Moselliebe und Moselkind von sich reden. Die Geschäftsräume in der Robert-Schumann-Straße in Kröv eröffnete Firus im Mai. In dem eigenhändig ausgebauten Laden sind dort nun all ihre Produkte beisammen. Bedruckt werden sie im Untergeschoss – und das ganz individuell. Denn Printabell ist bekannt für einfallsreiche Aufdrucke, die Kinder wie Erwachsene und Frauen wie Männer ansprechen. T-Shirts für Herzblutwinzer sind ebenso im Angebot wie Mützen und „Caps“ für Weinliebhaber und „winelover“ oder Taschen mit lustigen Sprüchen wie „wine not?“ Schließlich ist auch das Label selbst eine Wortspielerei aus print für Druck und einem Teil des Vornamens Isabell. Außerdem gibt es Printabell-Geschenk- und Papeterie-Artikel wie Einladungs- oder Danksagungskarten. Denn mit Produkten wie diesen fing auch alles an. In der elterlichen Druckerei, in der die Groß- und Außenhandelskauffrau nach ihrer Ausbildung in einer Weinkellerei zehn Jahre arbeitete, erfüllte sie oft Wünsche aus dem Familien- oder Freundeskreis.

Ihr erstes Moselmädchen-Produkt kreierte sie vor etwa zwei Jahren. Für sich und Freundin Kristina entwarf sie einen Rucksack, den dann alle in ihrer „Mädels-Gruppe“ haben wollten. Über Internetplattformen wurde printabell immer bekannter. So schauten im Laden kürzlich zwei Frauen rein, die extra aus Koblenz hergekommen waren. Und Einheimische sind ebenso begeistert wie Urlauber, die der Mosel seit Jahren die Treue halten und sich daher eh als „Moselkinder“ verstehen. Einen entscheidenden Schub brachte zudem der Mosel-Wein-Nachts-Markt 2019 in Traben-Trarbach. Im Vorfeld sei das zwar „richtig viel Arbeit“ gewesen, erzählt Firus. Aber das sei auch sehr gut gelaufen. Ebenso wie die Werbung für ihre erste Modenschau für immerhin 70 Personen am Samstag, 26. September. Die Plätze waren im Nu ausgebucht. Jetzt gilt es nur noch Daumen drücken, dass das Wetter hält.