Ja zur Dorfmoderation

Nachdem der Gemeinderat grünes Licht gegeben hat für eine Dorfmoderation in Horath, können die Bürger möglicherweise schon im nächsten Jahr einsteigen.

Horath. Auch wenn ein externes Büro die "Moderation" übernehmen wird - die Ideen müssen von den Bürgern kommen. "Die Moderatoren werden uns nicht vorschlagen, was wir im Dorf machen können", macht Ortsbürgermeister Egon Adams deutlich, dass die Vorschläge von den Horathern selbst kommen sollen. "Jeder Bürger hat die Möglichkeit, in der Dorfmoderation mitzuwirken." Auch die jungen Bürger sind gefragt

Das zentrale Ziel einer solchen Moderation sei, "die Stärken und Schwächen eines Dorfes festzustellen". Im weiteren Verlauf könnten dann Verbesserungsvorschläge eingebracht werden oder Ideen für künftige Projekte. Dabei sollen auch ganz bewusst Kinder und Jugendliche zum Zuge kommen. Je nach Realisierbarkeit und auch Finanzierbarkeit sollen die in einen Plan einfließenden Anregungen dann nach und nach umgesetzt werden. "Die Dorfmoderation lebt davon, dass die Bürger sich intensiv einbringen", betont Adams.Vier verschiedene Büros haben sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorgestellt. Bei der anschließenden internen Beratung haben sich die Ratsmitglieder für zwei davon entschieden, die in Horath kooperieren möchten: Das eine ist das an der Uni Trier ansässige Taurus-Institut, das andere das Büro "Stadt-Land-plus" aus Boppard-Bucholz. Beide haben sich in der Region bereits einen Namen in Sachen Dorfmoderation gemacht. Diese stützt sich auf Anregungen aus Bürgerversammlungen oder Ergebnisse aus Arbeitskreisen, die als Richtschnur dienen für das, was im Ort binnen fünf oder zehn Jahren realisiert werden soll.Entscheidung unter Vorbehalt

Bevor die beiden Büros zum Zuge kommen, muss laut Adams aber erst die Finanzierung sichergestellt werden. Ein solches Engagement wird nämlich mit bis zu 65 Prozent, maximal aber mit 5000 Euro, gefördert. Demnächst werden daher die entsprechenden Anträge auf den Weg gebracht. Das brauche natürlich alles seine Zeit, geht Adams davon aus, dass die Moderation vielleicht 2008 beginnen kann. Ein solches Vorhaben müsse ja auch im Haushalt der Gemeinde untergebracht werden. Die Entscheidung für die beiden Büros sei daher vorbehaltlich einer Förderung getroffen worden.