Jahresbericht Freiwillige Feuerwehr Wittlich

Feuerwehr : Insekten halten Wehr auf Trab

Hilfeleistungen, Unfallstellen absichern und große Brände löschen: Die 147 Feuerwehrleute der Stadt Wittlich waren 2017 mehr als 4500 Stunden im Einsatz.

Alle Hände voll zu tun, hatte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) der Stadt Wittlich 2017. Wehrleiter Christian Vollmer stellte auf der jüngsten Stadtratssitzung die Einsatzstatistik für 2017 vor, die einige interessante Details bereithielt. In 246 Fällen waren die 147 Wehrleute, darunter acht Frauen, der Stadt Wittlich im vergangenen Jahr im Rinsatz

Hilfeleistungen Der mit 56 Prozent größte Teil der Einsätze liegt im Bereich Hilfeleistungen. 137 Mal rückte die Wehr dazu 2017 aus.

 Noch vor Verkehrsunfällen und Ölspuren mit insgesamt 14 Einsätzen hielten Insekten die Wehrleute dabei besonders auf Trab. 17 Einsätze musste die Wehr aufgrund der Tiere fahren. „Dabei geht es meist um die Entfernung von Wespennestern, die wir in besonderen Fällen wie bei Allergikern entfernen“, erklärt Vollmer. Mit 19 Fällen auf Platz eins der Hilfeleistungen standen 2017 die Sicherungsmaßnahmen. Dabei rückt die Feuerwehr beispielsweise aus, um die Einsätze der Rettungsdienste auf der Autobahn oder in Kurvenbereichen vor dem nachrückenden Verkehr abzusichern, damit keine Folgeunfälle passieren. Die Zahl der Hilfeleistungen sank gegenüber 2016 um 81 Fälle und fiel damit auf den Stand von 2015 zurück. Die Hochwasser und Sturmschäden hatten die Statistik 2016 mit 74 Einsätzen arg nach oben getrieben. 2017 musste die FFW dagegen nur in vier solcher Fälle ausrücken.

Brandeinsätze 109 Alarmierungen zu Brandeinsätzen gab es im Jahr 2017 in der Stadt Wittlich - acht Einsätze weniger als 2016. Insbesondere sank die Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gegenüber 2016, in dem es zu 39 Fehlalarmen kam. 2017 rückte die Wehr noch in 28 Fällen aus, um vor Ort festzustellen, dass die Brandmeldeanlage defekt war. „Die knapp 30 Brandmeldeanlagen in der Stadt sind ein Problem für die Motivation der Wehrleute und für deren Arbeitgeber, welche diese freistellen“, sagt Vollmer.  Aufgrund der verbesserten Technik sei die Zahl der fehlalarme jedoch schon leicht zurückgegangen.

46 Brände musste die FFW 2017 löschen, davon zwei Großbrände bei denen mehr als drei C-Rohre mit einem Durchmesser von 52 Millimetern zum Einsatz kamen. Die schwersten Brände: Im Spätsommer brannte es beim Sanitär-ArmaturenHersteller Ideal Standard. Mehr als zwölf Stunden war die Wehr damit beschäftigt, die in Flammen aufgegangene Filteranlage zu löschen. Auch ein Kaminbrand im Stadtteil Lüxem, der auf das Dachgeschoss überzugreifen drohte, forderte die Wehr 2017 in besonderem Maße. Denn das Haus war aufgrund der Lage in einer Sackgasse für die Einsatzfahrzeuge schlecht zu erreichen war.

Saison Die arbeitsreichste Zeit für die Feuerwehr im Jahr 2017 war der Sommer. Mit knapp 40 Einsätzen gab es im Juni am meisten zu tun, gefolgt von Juli und August. Mit weniger als fünf Alarmierungen blieb es im Februar dagegen am ruhigsten. Im Tagesverlauf hatte die Wehr zwischen 17 und 20 Uhr die meisten Einsätze.

  • 178 Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Wittlich
  • 157 Mal zum Einsatz gerufen
  • 157 Mal zum Einsatz gerufen

Gesamt Die 246 Einsätze im Jahr 2017 hielten die Wehrleute der vier Einheiten der Standorte Stadtmitte, Wengerohr, Neuerburg und Lüxem  insgesamt 4500 Stunden auf Trab. An den Einsätzen waren im Schnitt jeweils 15 Wehrleute beteiligt. In die Übung und Ausbildung investierte die Wehr 3848 Stunden. Die 20 Fahrzeuge der Wehr waren 918 Stunden im Einsatz. „2017 war eher ein durchschnittliches Jahr ohne ganz besondere Vorkommnisse“, sagt der ehrenamtliche Wehrleiter Christian Vollmer, der hauptberuflich bei der Deutschen Bahn arbeitet. Bei der Stadt Wittlich gibt es 1,4 Stellen für die Gerätewarte der Feuerwehr. Vollmer: „Denn das können wir im Ehrenamt nicht leisten.“ Zur Mitgliederzahl der FFW sagt Vollmer, dass Wittlich aufgrund der großen Zahl an Arbeitsplätzen in der Stadt stabile Zahlen habe. Denn nur Mitglieder, die in der Stadt arbeiten, sind auch für die Wehr am Tag verfügbar. Auch die eigene Jugendarbeit trage ihre Früchte, sagt Vollmer. Zwei Drittel der Mitglieder können aus der eigenen Jugendabteilung rekrutiert werden. Derzeit engagieren sich 50 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr.

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