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Jetzt anmelden: Eine Ausbildung für alle Pflegeberufe

Gesundheitswesen : Eine Ausbildung für alle Pflegeberufe

An der Fachschule in Bernkastel-Kues können sich Kurzentschlossene für neuen Abschluss anmelden.

(BP) Das Thema Pflege ist in aller Munde - vor allem durch die Corona-Krise. Einrichtungen wie Alten- oder Pflegeheime, ambulante und stationäre Anbieter oder Krankenhäuser suchen händeringend nach Fachkräften. Der Gesetzgeber hatte schon weit vor Corona auf den Mangel an Pflegekräften reagiert und das Pflegeberufereformgesetz verabschiedet.

Dessen Änderungen treten nun erstmals mit dem Start des Schuljahrs 2020/21 in Kraft. Das Motto heißt „Aus drei mach‘ eins“ - denn die Bereiche Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege werden nun gebündelt, der Abschluss der dreijährigen generalistischen Ausbildung heißt Pflegefachmann/Pflegefachfrau und befähigt den Absolventen dazu in allen Pflegebereichen tätig zu werden.

Einer der schulischen Pflege-Ausbildungsträger in der Region - und auch jener mit der längsten Erfahrung seit über sieben Jahren - ist die Fachschule für Altenpflege an der Berufsbildenden Schule Bernkastel-Kues. Dr. Sabine Rech als Mitglied der Schulleitung und Ute Butterbach als Koordinatorin sind dort für diesen Ausbildungsgang verantwortlich. „Jeder, der eine Ausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau absolviert, wird danach auf jeden Fall in der Region einen Job finden, und die Bezahlung ist auch schon während der Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von rund 1000 Euro nicht so schlecht, wie immer gesagt wird“, betont Rech. Zudem ist der Abschluss europaweit anerkannt.

Für das Schuljahr 2020/21 bietet die Fachschule Interessierten noch freie Plätze an, und unterstützt potenzielle Bewerber auch bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. „Wir arbeiten mit vielen Kooperationspartnern aus allen Bereichen - stationäre und ambulante Pflege, Krankenhäuser, Altenpflegedienste, Kinderkliniken und Reha-Träger - zusammen“, blickt Butterbach auf den praktischen Teil, der bei der dreijährigen Ausbildung mindestens 2500 Stunden ausmacht, 2100 Stunden sind Theorie an der Schule.

„Die Ausbildung ist so aufgebaut, dass der jeweilige Theorieteil im Blockunterricht immer das vorgreift, was dann im praktischen Teil in den Einrichtungen auf die Auszubildenden wartet, auch der Unterricht ist natürlich sehr praxis-orientiert“, sagt Rech. Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung ist entweder der mittlere Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung zum Altenpflegehelfer(in). Auch dieser Abschluss kann mit Berufsreife-Schulabschluss und nach einjähriger Ausbildung in Bernkastel-Kues erworben werden. „Dieses Jahr wird dann auch bei der Ausbildung zu Pflegefachmann/Pflegefachfrau angerechnet“, sagt Butterbach. In der dreijährigen Ausbildung ist zudem im finalen Ausbildungsjahr eine Spezialisierung zum Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in möglich. Nach dieser Ausbildung hat der Absolvent zudem die Möglichkeit, ein Pflegestudium zu absolvieren. „Es gibt sehr viele Karrieremöglichkeiten“, sagt Rech.