Jetzt geht es in die Unterwelt

Mehr als 100 Weingüter und Weinkellereien hat es zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch in Traben-Trarbach gegeben. Von denen, die noch existieren, können drei am "Tag des offenen Denkmals" besichtigt werden.

Traben-Trarbach. "Es lagern in den Kellereien der Traben-Trarbacher Weinhändler über 15 000 Fuder. Mit Bahn und Schiff wurden 1899 18 000 Fuder versandt." So steht es im Führer durch Traben-Trarbach von 1902, als es in der Doppelstadt noch über 100 Weingüter und Weinkellereien gab. Die Gelegenheit, drei dieser Kellereien zu besichtigen und einiges Wissenswerte über Kellereiwirtschaft damals und heute zu erfahren, besteht bei der Führung anlässlich des "Tags des offenen Denkmals". Folgende Weinkeller werden vorgestellt:
Die ehemalige Weinkellerei Schmoll & Boerner, jetzt Getränkegroßhandel Krempel. Der mittelalterliche Keller, in unmittelbarer Nähe des früheren Schott-Tores gelegen, gehört mit seinem Kreuzgewölbe zu den beeindruckendsten Bauwerken.
Ehemalige Weinkellereien Böcking und Langguth, jetzt Weingut Böcking. Mit dem Bau des "Magazins auf dem Schottbach" wurde um 1363 begonnen; ab 1370 wurde Wein eingekellert.
Die ehemalige Weinkellerei Oscar Graff, danach Müller-Melsheimer, heute "Die Graifen". Das Weinimperium Oscar Graff dominierte um 1900 mit mehreren Gebäuden die Trarbacher Moselfront. Mittelpunkt der Anwesen war das von seinem Vater Carl Graff 1843 errichtete klassizistische Wohnhaus an der Kautenbachmündung. red
Treffpunkt ist am Sonntag, 11. September, 14 Uhr, auf dem Marktplatz Trarbach.