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Jetzt gültig: Merschbacher Friedhof kann saniert werden

Kommunalpolitik : Merschbacher Friedhof kann saniert werden

Bei erneuter Sitzung fassen die Ratsmitglieder einen gültigen Beschluss. Der vorherige war von der Kommunalaufsicht gekippt worden.

(iro) Kleine Ursache, große Wirkung: Bei der Ortsgemeinderatssitzung in Merschbach am Donnerstagabend mussten alle Tagesordnungspunkte vom vorherigen Mal wiederholt werden (der Volksfreund berichtete).

 Das Problem war, dass ein Mann, der nicht Einwohner von Merschbach war, teilnehmen durfte, andere Merschbacher allerdings abgewiesen wurden.

Und das ist derzeit wegen der Covid-19-Pandemie nicht korrekt. Der Vorgang führte dazu, dass alle Beschlüsse ungültig waren. Deshalb wurde eine Sitzung mit exakt derselben Tageordnung anberaumt.

Doch nicht alles war wie beim Termin zuvor. Diesmal musste trotz größeren Andrangs niemand vor der Tür bleiben. Und auch die Polizei blieb diesmal der Veranstaltung fern, die im Juli von Einwohnern gerufen wurde, die keinen Platz im Gemeindehaus fanden.

Die Beamten überprüften damals, ob die Corona-Regeln eingehalten werden, und zogen wieder ab. Top-Thema war die Vergabe eines Auftrages für die Neugestaltung des kleinen Friedhofes und des Dorfplatzes in dem 72-Einwohner-Ort. Für rund 273 000 Euro sind unter anderem das Herstellen der Barrierefreiheit des Friedhofes durch die Verlegung des Eingangs, die Sanierung einer Treppe zur Leichenhalle und das Entfernen einer Hecke vorgesehen.

Stattdessen sollen Gabionen-Elemente eingefügt werden. Der Auftrag ging erneut an die Firma Torsten Berg Garten- und Landschaftsbau. Entschieden wurde der Punkt mit fünf Ja- und einer Nein-Stimme. Die stammte von Claudia Greber, die an einen Beschluss von vor neun Jahren erinnerte, in dem die Friedhofssanierung schon einmal beschlossen worden war. „Ist dieser Beschluss je aufgehoben worden“, fragte sie in die Runde. Andere Ratsmitglieder verwiesen darauf, dass sie die aktuell getroffene Entscheidung in Fortsetzung dieses alten Beschlusses sehen. „Ich halte es nicht für gerechtfertigt, das Geld jetzt auszugeben, nur damit es bei einer Fusion nicht nach Morbach kommt“, sagte Greber weiter. Die Ortsbürgermeisterin versicherte allerdings nach der Sitzung, dass die Sanierung nötig sei.

Bei der ersten Entscheidung vor neun Jahren habe man allerdings nicht das Geld gehabt, den Beschluss umzusetzen. Inzwischen sei dies wegen zweier Windräder auf Merschbacher Gemarkung anders.