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Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich ehrte zahlreiche Kommunalpolitiker.

Kommunalpolitik : Sekt, Häppchen und viele Dankesworte

Von Pflichtübung keine Spur: Joachim Rodenkirch, Bürger­meister der Stadt Wittlich, ehrte und verabschiedete zahlreiche Kommunalpolitiker, darunter den langjährigen Ersten Beigeordneten Albert Klein.

Festliche Atmosphäre in der Synagoge: Der Wittlicher Bürgermeister Joachim Rodenkirch hat verdiente Kommunalpolitiker geehrt und ausscheidenden Ratsmitgliedern gedankt und sie verabschiedet. Dass das keine Pflichtübung ist, machte das Stadtoberhaupt gleich zu Beginn deutlich: Denn Kommunalpolitiker seien Repräsentaten und „Garanten unserer Demokratie“, die zunehmend durch „Populisten, auch hier bei uns vor Ort, in Gefahr gerät“. Allen Anwesenden, die die sich mit ihrem Engagement für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzten, sagte Rodenkirch deshalb ausdrücklich Dank. Ganz besonders gelte das für die Kommunalpolitiker. Was diese leisteten, versuchte der Rathaus-Chef, andeutungsweise in Zahlen auszudrücken.

 In den vergangenen fünf Jahren habe es beispielsweise 50 Ratssitzungen mit 914, 223 Ausschusssitzungen mit 2263 und 87 Ortsbeiratssitzungen mit 586 Tagesordnungspunkten gegeben.

Besonders im Fokus standen vier Ratsmitglieder, die die Schultheiß-Colin-Ehrennadel erhielten. Mit dieser werden Männer und Frauen in Wittlich ausgezeichnet, die drei Wahlperioden lang im Stadtrat mitwirkten. In der Synagoge wurde die Auszeichnung Harald Fau, Jürgen Junk, Thomas Oehlenschläger und Adelheid Wax ans Revers geheftet. Winfried Schabio, der nicht anwesend war, wird sie zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Die Auszeichnung besteht übrigens aus Gold.

Auch Albert Klein wurde verabschiedet (der TV berichtete). Klein sei 45 Jahre in der Kommunalpolitik tätig gewesen, 20 Jahre davon als Erster Beigeordneter. Er habe insgesamt fünf Bürgermeister in seiner aktiven Zeit erlebt, machte Rodenkirch deutlich. Die Zusammenarbeit mit Klein habe er als „überaus kollegial“ erlebt. Sein Engagement sei zukunftsorientiert gewesen. Rodenkirch hob aber dessen Streitbarkeit und Kompromissbereitschaft hervor. Anschließend erhoben sich die rund 130 Anwesenden und klatschten minutenlang.

Die Anerkennung des Stadtoberhauptes galt auch den Ratsmitgliedern Carlo Bauer, Matthias Becker, Rudolf Bollonia, Horst Kirch, Edwin Mehrfeld, Anja Vollmer, Reinhold Westhöfer, Jutta Zens-Hilsemer, Ralf Dörrenbächer, Hubert Weinand, Volker Keßler, Bernhard Kossendy und Winfried Schabio, die in der neuen Wahlperiode nicht mehr dabei sind. Auch von ihnen waren nicht alle anwesend. Ebenfalls verabschiedet wurden die ehemaligen Ortsvorsteher Hermann Josef Krämer aus Bombogen, Peter van der Heyde aus Lüxem und Holger Freund aus Dorf. Und last, but not least die Ortsbeiratsmitglieder, die  nicht mehr an Bord sind: Marita Backes, Marita Görgen-Rutkewitz, Andrea Kien, Thomas Nickel, Olaf Röder, Alfred Thetard, Ludwig Thetard, Ruth Thiesen, Simon Adriani, Volker Kiesgen und Karl-Josef Schiffer.

Bevor man zum gemütlichen Teil mit Sekt und Häppchen überging, sprach Albert Klein im Namen aller Geehrten: „Es hat Spaß gemacht. Und wir haben viel erreicht.“ Er lobte die Arbeit in gegenseitigem Respekt, den er in den vergangenen zehn Jahren, die Bürgermeister Rodenkirch im Amt sei, in besonderem Maße erlebt habe. Musikalisch führte ein Gitarrentrio, bestehend aus Martin Waxweiler, Leon Dippel und Leander Hüls, durch den Abend.