Jörg Lautwein steckt voller Ideen

Jörg Lautwein steckt voller Ideen

Der neue Leiter des Mosel-Gäste-Zentrums hat viele Aufgaben. Auf Jörg Lautwein ruhen viele Hoffnungen. Ein guter Anfang ist gemacht. Lautwein darf sich bereits über Lob aus berufenem Mund freuen.

Bernkastel-Kues. (cb) "Ich habe mich gut eingelebt, viel kennengelernt und eine Unmenge an Gesprächen geführt." Der erste Satz, den Jörg Lautwein, seit Oktober 2008 Leiter des Mosel-Gäste-Zentrums, an den Anfang seiner 100-Tage-Bilanz stellt, sagt schon das Wesentliche aus. Wer in einer Stadt mit 1,5 Millionen Tagesgästen und 750 000 Übernachtungen pro Jahr eine solch verantwortliche Position übernimmt, muss sich erst einmal einen Überblick verschaffen.

Diese Phase ist noch nicht beendet. So hat Lautwein bisher mit etwa zehn Hoteliers jeweils mehrstündige Gespräche geführt. Die Zahl dieser Termine wird sich noch steigern. Er hat in diesem Bereich bisher durchaus zufriedene Menschen getroffen. "Die Hoteliers sind mit der Saison 2008 ganz zufrieden und auch recht optimistisch", fasst er zusammen.

Mit der Ausstattung der Betriebe ist Lautwein zufrieden. "Natürlich ist immer etwas zu verbessern, aber das ist schon Drei-Sterne-Niveau", erzählt er.

Mit dem Dreiklang von Essen, Wein und Flusslandschaft stehe die Mosel ganz vorne in Deutschland. Und Bernkastel-Kues sei dabei natürlich ein Aushängeschild. "Es gibt seht viel Potenzial", sagt er.

In eine Aufgabe hat sich der 37-Jährige gleich mit ganz viel Eifer vertieft. Er wird versuchen, den Tourismus (Organisation, Struktur, Aufgabenfelder) zwischen Stadt und Verbandsgemeinde neu zu strukturieren und packt damit ein heißes Eisen an. Bereits in wenigen Wochen sollen entsprechende Vorschläge auf dem Tisch liegen.

Runder Tisch für den Gesundheitstourismus



Wer während der Saison durch Bernkastel-Kues spaziert, sieht Unmengen an Fahrrädern. Deren Benutzer sind Urlauber, die sich allerdings nur tagsüber in der Stadt aufhalten oder auf der Durchreise sind. Lautwein will sich, im Zusammenspiel mit Hotels und Pensionen, intensiv darum bemühen, Radfahrer auch dazu zu bewegen, ihr Standquartier in Bernkastel-Kues zu nehmen und von dort aus zu Tagestouren aufzubrechen. Das gleiche Ziel verfolgt der gebürtige Trie rer, der vorher im Bayerischen Wald tätig war, mit Wanderern.

Verstärkt angegangen werden soll auch, in Zusammenarbeit mit den Reha-Kliniken, den Hotels und Vereinen, das Feld "Gesundheitstourismus". Dafür wird ein Runder Tisch gegründet.

Bei den Mitarbeitern kommt Lautwein bisher gut an. "Das passt. Das habe ich nach wenigen Tagen gemerkt", sagt Barbara Jakobs, die die meiste Erfahrung hat und auch schon Übergangs-Chefin war.

"Ich glaube, wir haben einen guten Fang gemacht. Lautwein hat schon neue Ideen", lobt auch Hotelier Matthias Grommes. Mit Stadtbürgermeister Wolfgang Port redet Lautwein mehrfach in der Woche. Ports erstes Urteil: "Wir kommen gut miteinander zurecht. Er hat viele Ideen und arbeitet zukunftsorientiert."

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