Jubiläum und zugleich ein Abschied

Die Kirchengemeinde St. Margaretha Hontheim und der Kirchenchor Hontheim nahmen am Wochenende das Christ-König-Fest zum Anlass, das 50-jährige Dirigentenjubiläum ihres langjährigen Dirigenten Gottfried Zeimetz zu feiern.

 Gottfried Zeimetz. TV-Foto: Karl-Heinz Gräwen

Gottfried Zeimetz. TV-Foto: Karl-Heinz Gräwen

Hontheim. (khg) Für den heute 85-jährigen rüstigen Rentner war es eine der ungezählten Ehrungen, die er für sein Engagement für das Musikleben in Hontheim in den letzten Jahren erhalten hat. Zugleich löste sich der Kirchenchor auf. "Gottfried Zeimetz ist eine Institution für Hontheim." Diese Feststellung traf der Vorsitzende des Kirchenchores Hontheim, Kurt Immik, als er in einer kleinen Feierstunde nach der Messe noch einmal den musikalischen Weg des Jubilars Revue passieren ließ. Nachdem Gottfried Zeimetz 1945 den Musikverein Hontheim gründet und 46 Jahre dessen Vorsitzender und Dirigent war, wurde er 1991 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1995 erhielt Zeimetz aus der Hand von Landrätin Beate Läsch-Weber die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland, und 2005 wurde ihm vom Kreismusikverband die Ehrennadel in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände für seine Verdienste für die Blasmusik verliehen.

Neben seinen kirchlichen Diensten als Küster und Organist (auch fast 50 Jahre lang) galt sein Herz der Musik. Die Musik war sein Leben. Kurt Immik lobte sein Engagement für den Kirchenchor Hontheim, seine musikalischen Fähigkeiten, das Gespür, was dem Chor zuzumuten war. Sein besonderer Dank galt dem Jubilar für seine 50-jährige Dirigententätigkeit, wobei er diesen Chor durch alle Höhen und Tiefen begleitet hat, immer mit dem Ziel, den Chorgesang in Hontheim zu erhalten. Immik überreichte als Zeichen des Dankes ein Geschenk und eine Ehrenurkunde.

Den Dankesworten schloss sich Pfarrer Pater Ludwig Eifeler im Namen der Pfarrgemeinde an.

Nach der Freude über die Ehrung von Gottfried Zeimetz gab es auch einen Wermutstropfen. Vorsitzender Kurt Immik gab der Pfarrgemeinde bekannt, dass der Kirchenchor Hontheim zum letzten Male in der Kirche gesungen hat und nun aufhört. Das hohe Alter des Chores mit mehreren Sängern über 80 und auch das Alter des Dirigenten, der in Kürze 86 Jahre alt wird, forderten ihren Tribut. Damit geht für die Eifelgemeinde Hontheim ein Stück Heimat verloren. Vorsitzender Kurt Immik hat jedoch immer noch die Hoffnung, dass sich bald ein neuer Gesangverein bildet, da in Hontheim gute Männer- und Frauenstimmen vorhanden sind.

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