Manderscheid : Wieder Kinderlachen im Jugendhüttendorf

Der Betrieb im Jugendhüttendorf in Manderscheid geht so langsam wieder los. Neue Projekte wie ein neuer Aufenthaltsraum und das Ersetzen von alten Hütten bringen neuen Schwung in die seit 50 Jahren bestehende Anlage.

Auf dem Campingplatz, der zum Jugendhüttendorf in Manderscheid gehört, ist es noch ruhig. Einige Zelte sind da, auch vereinzelt Wohnwagen, aber einen großen Ansturm gibt es noch nicht. Das berichtet Jan Moritz, Betreiber des Jugendhüttendorfs.

Dort sind oft Schulklassen aus Nordrhein-Westfalen oder Hessen zu Gast. Bisher waren erst drei zur Klassenfahrt dort. Moritz erklärt: „Das Jahr 2020 war für uns sehr lang, da Klassenfahrten grundsätzlich abgesagt worden sind. Ich habe den Eindruck, dass es auch noch sehr lange dauern wird, bis wieder Normalität da ist und bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird, denn einige Jugendherbergen haben schließen müssen.“

Der Grundcharakter des Jugendhüttendorfs als Anlaufstelle für Schulklassen soll unbedingt so erhalten bleiben, wie er ist. Wie sich die Auflagen weiter entwickeln werden, sind wichtige Informationen für die Freizeiteinrichtung. „Können wir weitermachen wie vor der Pandemie? Wann können wir wieder voll belegen? Was müssen wir beachten? Das wird noch spannend.“  

Im vergangenen Herbst war ein wenig Betrieb, auch jetzt sind Familien mit kleinen Kindern unterwegs. Zwei Jungen mit Dinosaurier T-Shirts laufen laut lachend Richtung Spielplatz, zwei Mütter mit Kleinkindern auf dem Arm folgen ihnen.

Das kleine Dorf, in dem einfache, farblich abgesetzte Holzhütten stehen, wirkt eher einladend. Eigentlich wäre in diesem Jahr Jubiläum, denn es gibt das Jugendhüttendorf seit 50 Jahren. Wegen Corona ist momentan noch ungewiss, ob und wie man das feiern könnte. „Vielleicht schmücken wir ein wenig und machen einen kleinen Empfang, aber das müssen wir abwarten, wie sich die Lage entwickelt.“

Die Corona-Pandemie hat die Familie Moritz genutzt, um einige Bauarbeiten auf dem Gelände anzustoßen. Es wird beispielsweise einen neuen Aufenthaltsraum geben, der 50 Menschen Platz bietet. Darin kann auch gegessen werden, Tische, Stühle und eine Küche werden darin untergebracht. Zudem soll dort auch ein Beamer sein. „Es wird also ein Multifunktionsraum“, sagt  Moritz.

Als Ersatz für eine bestehende Hütte wird eine neue gebaut. Das Fundament ist schon gegossen. Moritz: „Eigentlich wollten wir schon viel weiter sein, aber es ist momentan nicht einfach Firmen und Handwerker zu finden.“

Das Jugendhüttendorf hat rund 150 Betten in 29 winterfesten Hütten. Dazu stehen Tagungsräume zur Verfügung. Ausflüge kann man von dort zu den Maaren, den Manderscheider Burgen oder nach Trier machen. Erlebnispädagogische Angebote wie „Mit Sack und Pack“ und „Natur bewegt dich“ sind ebenfalls mit im Programm.