Jugendliche lernen bei der Tafel
Schüler und Schülerinnen der Klassen 6A/C des Wittlicher Cusanus-Gymnasiums besuchten die Wittlicher Tafel. Hiltrud Jüttemann, eine Mitbegründerin der Initiative in Wittlich, informierte die Jugendlichen über die Entstehung der Wittlicher Tafel vor einigen Jahren.
Wittlich. (red) Hiltrud Jüttemann, eine der 150 ehrenamtlichen Helfer erklärte den Schülern der sechsten Klassen die Idee der Wittlicher Tafel. Immer mittwochs bekommen bedürftige Menschen, die vom Sozialamt eine Bescheinigung haben, bei der Wittlicher Tafel von den Helfern vor Ort Lebensmittel zugeteilt, die im Laufe der Woche kostenlos von den örtlichen Discountern, aber auch von kleineren Betrieben zum Verteilen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören unter anderem Obst, Gemüse, Backwaren, die aus verschiedenen Gründen aus dem Verkaufsangebot aussortiert werden.
Keinesfalls jedoch, betonte Jüttemann mehrfach, dürften Waren ausgegeben werden, deren Verfallsdatum schon überschritten sei. Auch Obst und Gemüse seien immer geprüft, schlechte Ware aussortiert. Die Schüler waren betroffen davon, dass jede Woche doch sehr viele Menschen auf dieses Angebot zurückgreifen müssen. Auch Familien mit Kindern seien aus finanziellen Grünen gezwungen, das Angebot der Wittlicher Tafel zu nutzen, vor allem alleinerziehende Mütter mit Kindern, aber auch ältere Frauen, die von ihrer kleinen Rente nicht leben könnten, sagte Hiltrud Jüttemann.
Während des Besuchs brachten ehrenamtliche Fahrer Waren in die Räume der Tafel, so dass die Schüler beobachten konnten, wie die hereingetragenen Waren von Helferinnen kontrolliert und dann in den Warenbestand aufgenommen wurden. Spontan entschlossen sich die Jugendlichen nach den Herbstferien mit einem Kuchenbasar die gute Sache zu unterstützen. Der Erlös des Verkaufs wird an die Wittlicher Tafel gehen. Da die Tafel leider immer weniger Waren bekommt, freuen die Mitarbeiter sich über Spenden jeder Art - seien es Nahrungsmittel oder Geldspenden.