Jugendparlament: Mehr Kandidaten als Wähler

Jugendparlament: Mehr Kandidaten als Wähler

29 Jugendliche bewerben sich um den Einzug ins erste Jugendparlament von Wittlich. Bürgermeister Joachim Rodenkirch verfolgte am Freitagabend die Vorstellung der Kandidaten, aber nur wenige potenzielle Wähler.

Wittlich. (teu) Der Wahlkampf um die 15 Sitze im ersten Wittlicher Jugendparlament hat für zwölf Mädchen und 17 Jungen begonnen. Viel davon zu spüren war am Freitagabend beim Kandidatenforum im Wittlicher Haus der Jugend aber noch nicht. Die Bewerber trafen nur auf etwas mehr als ein Dutzend interessierte Wahlberechtigte.

Einen Grund für die spärliche Resonanz sieht Hans Floter vom Haus der Jugend, darin, dass der Termin erst spät beworben werden konnte. "Am Montag wollten wir in die Werbung, aber wir hatten erst 15 Bewerber", erzählte er bei der Begrüßung. Das waren exakt so viele, wie zu vergebene Sitze. "Es sah so aus, als käme überhaupt keine Wahl zustande", beschrieb Floter die Lage. Statt die Werbetrommel zu rühren, ging er auf Kandidatensuche - und das erfolgreich: Auf den letzten Drücker kamen noch eine ganze Reihe von Bewerbungen, insgesamt sind es nun 29.

Es gab bereits einige konkrete Vorschläge. "Ich würde mich dafür einsetzen, dass man nicht 36 Kilometer nach Trier ins Kino fahren muss", sagte Jonas Zelter, mit 15 Jahren einer der jüngsten Kandidaten. Wie man das Hallenbad attraktiver gestalten kann, das Pfadfinderhaus bei St. Paul und ein Briefkasten für Anregungen sind Themen, die Nils Petri diskutieren möchte.

Die Jugendparlamentarier werden ein eigenes Budget bekommen, versprach Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch.

Die Wahlzettel werden die 1570 Wittlicher zwischen 14 und 20 Jahren Anfang April per Post erhalten.

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