Junge Botschafter der Mark Thalfang

THALFANG. (jolo) Seit 1991 gibt es auf Initiative der Gesangvereine in der Verbandsgemeinde Thalfang einen Kinderchor. Die jüngere der zwei Altersgruppen nennt sich "Hunsrücker Liedermäuse" und zählt 30 Kinder zwischen vier und neun Jahren. Die Spannung ist groß, denn die Sänger bereiten sich auf zwei Auftritte vor.

Der siebenjährige Bernhard Krause, einer von drei männlichen Liedermäusen, antwortet bei der einstündigen Chorprobe der Liedermäuse wie aus der Pistole geschossen, als er gefragt wird, welche Lieder er denn besonders mag. Zu seinen Favoriten gehört "Eine Insel mit zwei Bergen" von der Augsburger Puppenkiste und fast alles, was es von den Kinderliedermachern Rolf Zuckowski, Detlev Jöcker oder Uwe Lall gibt. Doch Bernhard muss sich wegen seines Lieblingsliedes gedulden: Erst einmal ist "Danke für diesen guten Morgen" dran, denn am 2. November singen die Kleinen beim Taufgedenkgottesdienst in Thalfang, für den sie noch einiges üben müssten. Ohne Disziplin geht es nicht. Die sechsjährige Janina Meyer aus Deuselbach übt am liebsten bei "Die Tante aus Marokko". Die Liedermäuse hatten schon viele Auftritte. Ob im Altenheim und Hunsrückhaus oder beim Kartoffelfest in Deuselbach. Die Kleinen freuen sich auch auf einen Auftritt beim Weihnachtsmarkt in der Burg Dhronecken. Ans Kloster Machern erinnern sich die kleinen Botschafter der Mark Thalfang besonders gerne, weil dort der Beifall nicht aufhören wollte. Bei solch einem Auftritt oder in der Übungsstunde packt die Chorleiterin immer wieder Instrumente wie eine Triangel, ein Glockenspiel oder "singende" Hölzer aus. Mit diesen gut klingenden Begleitern und rhythmischen Bewegungen wird eine ganzheitliche Musikerfahrung bei den Kindern hergestellt. Zurück zur Übungsstunde. Es ist kurz vor 17.30 Uhr. Die fünfjährige Laura Kiefer aus Bäsch und die Hilscheiderin Annalena Fetzer, die zu Hause gerne eine CD auflegen, auf der ihre live gesungenen Kinderlieder im Original zu hören sind, zappeln ein wenig und warten auf die verdiente Pause. "Dann flitzen sie einmal quer durchs Haus und wenn alle wieder da sind, werden die obligatorischen Gummibärchen verteilt, um fit zu sein für die zweite Halbzeit", sagt die Chorleiterin. Auf die Gruppe der Hunsrücker Liedermäuse baut der von Karl Molter geleitete Chor der Größeren, die Hunsrücker Dorfspatzen, auf. Für die Kinder, die Mitglied des Chores werden wollen, beträgt der Jahresbeitrag zwölf Euro. Wer sich für die musikalische Früherziehung interessiert, kann sich bei Christine Schmitz unter Telefon 06504/2255 oder bei Karl Molter unter Telefon 06504/99096 melden.

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