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Junge Leute sollen im Dorf bleiben

Junge Leute sollen im Dorf bleiben

Parallel zum Ausbau von Gemeindestraßen geht es in Zeltingen-Rachtig zügig voran mit dem zwischen den beiden Ortsteilen geplanten Neubaugebiet. Zusätzliche Gewerbeflächen kann die Gemeinde, in der sich derzeit ein Jugendparlament formiert, schon heute anbieten.

Zeltingen-Rachtig. (urs) Der größte Ort der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hat in den vergangenen Jahren enorm in seine Infrastruktur investiert. Davon zeugen neben der neuen Optik der an der Mosel entlangführenden Bundesstraße auch Projekte wie der Kreisel oder die attraktivere Gestaltung des Moselvorlandes. Dennoch ist das Thema Straßenbau in Zeltingen-Rachtig noch längst nicht abgeschlossen. Denn in den kommenden Monaten wird nach und nach die Reihe kommen an den Ausbau weiterer Gemeindestraßen, für die teils erst in diesem Jahr die Planungskosten anfallen.

Bereits abgeschlossen ist hingegen der Ausbau der Niederflurstraße im Gewerbegebiet Ürziger Mühle. Mit der Erweiterung der dortigen Gewerbeflächen stellt sich die rund 2400 Bürger zählende Gemeinde dem Bedarf für Betriebsverlagerungen oder -erweiterungen. Interessenten hatten laut Ortsbürgermeister Manfred Kappes bereits vor Monaten in den Startlöchern gestanden. Außerdem sind dank der zusätzlichen Flächen nun natürlich auch Neuansiedlungen möglich in dem Gebiet nahe der Zeltinger Brücke mit ihrer kurzen Autobahnanbindung.

Schon weit gediehen, aber noch nicht endgültig fertig ist das zwischen Zeltingen und Rachtig geplante Neubaugebiet. Kappes bezeichnet das Areal, mit dem die beiden Ortsteile auch optisch zusammenwachsen sollen, als "ein sehr wichtiges Projekt". Schließlich sei damit das Ziel verbunden, jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, in der Gemeinde zu bleiben. Die vorab erforderlichen Gespräche mit den Grundstückseigentümern seien inzwischen seitens des Vermessungs- und Katasteramtes geführt. Bis Ende des Jahres oder bis Anfang 2009 rechnet er daher mit der Zuteilung der neuen Grundstücke. Die Bereitstellung von Baugrundstücken ist nach Ansicht von Kappes für Zeltingen-Rachtig geradezu eine Pflicht. Immerhin habe die Gemeinde eine entsprechende Infrastruktur vorzuweisen mit zwei Kindergärten, Grundschule, Ärzten, Apotheke und Geschäften. Und das seien ja gerade für junge Familien entscheidende Kriterien einer Wohnortentscheidung.

Ein weiterer Schritt in Richtung Familienfreundlichkeit ist zudem der erst kürzlich beschrittene Weg für ein Gemeinde-Jugendparlament. Kappes' Wunsch, junge Leute auf diese Weise schon früh zu motivieren, die Zukunft des Ortes mitzugestalten, hat bereits konkrete Formen angenommen. Nach der beeindruckenden Teilnahme von fast 50 Jugendlichen an einem ersten Info-Gespräch geht es momentan an die Umsetzung.