Politik : Viele Ex-Chefs beim runden Geburtstag

Die Junge Union im Landkreis Bernkastel-Wittlich feiert ihr 50. Jubiläum. Vorsitzender Leonard Preisler fordert auf, sich gegen eine Überregulierung der Gesellschaft zu wehren.

Ein halbes Jahrhundert Junge Union im Landkreis Bernkastel-Wittlich: Dieses Ereignis feierten rund 40 Mitglieder der Jugendorganisation der CDU gemeinsam mit vielen ehemaligen Vorsitzenden in Wittlich. Wie der Vorsitzende der Jungen Union, Leonard Preisler, erläutert, fusionierten die Jungen-Union-Gruppierungen der Altkreise Bernkastel und Wittlich 1969, als der neue Landkreis Bernkastel-Wittlich geschaffen wurde.

Zu der Feier kamen ehemalige Vorsitzende aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Frankreich. Auch der Kreisvorsitzende Alexander Licht und Peter Rauen (ehemaliger Bundestagsabgeordneter) zählten zu den Gästen. Preisler war vor vier Jahren in die Junge Union eingetreten. „Die Junge Union hat eine klare und wertegebundene Haltung in einer unübersichtlichen Welt,“ sagte er und wies auch auf die Verantwortung hin, die Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten. Die Feier fand einen Tag nach dem Internationalen Gedenktag des Holocaust statt.

Dazu zähle auch eine grundsätzliche Haltung pro Israel, meinte Preisler. Wichtig sei es, für den Erhalt der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland zu kämpfen. Dazu zähle es auch zu verhindern, dass der Staat nicht überregulierend in Wirtschaft und Gesellschaft eingreift. „Wir sollten uns auf die Wurzeln der CDU besinnen. Wir müssen auf die gesellschaftliche Mitte achten und diese vor dem Hintergrund des hohen Steueraufkommen auch entlasten,“ forderte der Vorsitzende.  Er forderte auch auf, sich ganz deutlich gegen Linksextremismus und gegen Angriffe auf die staatliche Ordnung zu stellen.

Der Kreisverband wurde am 29. März 1969 im Hotel zur Post in Zeltingen-Rachtig gegründet und hatte seitdem 16 Vorsitzende. In seinem Rückblick erinnert Preisler daran, dass der Verband im Jahr 1974 insgesamt 923 Mitglieder im Landkreis zählte. Heute seien es nur noch 150 Mitglieder.

„Das ist auch ein strukturelles Problem. Gerade bei jüngeren Leuten müssen wir uns überlegen, wie wir sie für die Politik begeistern können. Viele Menschen engagieren sich nur noch projektgebunden über einen gewissen Zeitraum,“ sagte Preisler. Deshalb will er in Zukunft Veranstaltungen der Jungen Union wie zum Beispiel Exkursionen oder Info-Abende auch für Nicht-Mitglieder öffnen.

Zum Führungsteam der Jungen Union gehören: der Vorsitzende Leonard Preisler, Wittlich, Dr. Kristina Brixius, Maring-Noviand und Anna Höfner, Thalfang, beide stellvertretende Vorsitzende.