Jutta Schneider kandidiert gegen Alex Licht

Jutta Schneider kandidiert gegen Alex Licht

BERNKASTEL-WITTLICH. Der 19. Mai wird für die Kreis-CDU ein spannender Tag. Die Delegierten im Wahlkreis 23 entscheiden über ihren Landtagskandidaten. Alex Licht muss sich einer Kampfkandidatur stellen. Seine Gegenkandidatin ist Jutta Schneider aus Traben-Trarbach.

"Ich habe lange mit mir gekämpft, aber ich mach's?" Mit diesen Worten warf am Dienstagabend bei der CDU-Kreisvorstandssitzung in Wittlich Jutta Schneider ihren Hut in den Ring um die CDU-Landtagskandidatur im Wahlkreis 23 (Altkreis Bernkastel-Kues, Verbandsgemeinde Kirchberg). Damit fordert sie Alex Licht heraus. Er sitzt seit 1991 im Landtag und ist seit 1992 Kreisvorsitzender der CDU. Jutta Schneider, Leiterin der Weinprüfstelle im Weinbauamt Wittlich, rechnet sich gute Chancen aus. Sie habe im Vorfeld viel Unterstützung erfahren und sei von verschiedenen Mitgliedern zur Kandidatur ermutigt worden, sagte sie im Gespräch mit dem TV. Schneider (42): "Ich bin in einem Alter, in dem man so was machen kann - und ich traue mir das zu." Alex Licht vermutet hingegen hinter der Kandidatur ein abgekartetes Spiel seiner parteiinternen Gegner. Licht: "Ich bedauere, dass Jutta Schneider sich vor einen Karren spannen lässt." Speziell aus den Gemeindeverbänden Traben-Trarbach und Thalfang würde gegen ihn gearbeitet. Eine Reihe von Parteimitgliedern werfen Licht vor, er habe der Partei wegen seiner Abneigung gegen den Landesvorsitzenden Christoph Böhr geschadet. Licht weist darauf hin, dass sich die Gemeindeverbände Bernkastel-Kues, Kirchberg und Neumagen-Dhron bereits für ihn ausgesprochen hätten. Kürzlich habe auch in Traben-Trarbach eine Mitgliederversammlung stattgefunden. Dabei sei über eine mögliche Kandidatur von Jutta Schneider aber nicht gesprochen worden. Licht: "Das ist schon etwas befremdlich." Licht weiter: "Ich bin überzeugt, dass ich für die Region gute Arbeit geleistet habe, und ich bin überzeugt, dass die Region hinter mir steht." Der Delegiertenversammlung am 19. Mai im Sängerheim Zeltingen-Rachtig sieht Licht offenbar gelassen entgegen. Er habe sich schon oft Abstimmungen stellen müssen. Das sei für ihn nichts Neues. Die jetzige Situation bringe aber nur Unruhe in die Partei. Dies sei mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr kontraproduktiv.