"Katastrophe" am Sterenbachweiher

Am Sonntagmorgen haben Malteser Hilfsdienst (MHD), Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) Wittlich den Einsatz im Fall einer Katastrophe im Bereich Sterenbachweiher St. Paul geübt. Übungsziel war die Überprüfung der Alarmierung und die Optimierung der Zusammenarbeit.

Wittlich. (rh) Das Szenario könnte Wirklichkeit gewesen sein: Ein Flugzeug ist abgestürzt. Mehr als 20 zum Teil schwer verletzte Personen sind zu bergen und zu versorgen. Dafür arbeiten MHD, Feuerwehr und THW eng zusammen. Die Federführung liegt bei Klaus Braband, Organisationsleiter des MHD.

"Die Alarmierung hat gut funktioniert. Bereits kurz nach Auslösung ist die Alarmkette sehr schnell abgearbeitet und es ist präzise nachalarmiert worden". Im Landkreis Bernkastel-Wittlich gibt es eine klare Aufteilung bei den Schnellen-Eingreif-Gruppen (SEG): SEG Süd und SEG Nord. Das bedeutet: eine Gruppe südlich der Mosel in Richtung Hunsrück und eine nördlich der Mosel in Richtung Eifel.

Insgesamt 130 Einsatzkräfte treffen nach und nach an der Einsatzstelle ein. Die Spezialisten des THW stellen die notwendige Stromversorgung her. Die ist unabdingbar für den Betrieb des Behandlungsplatzes, der parallel von Kräften des MHD aufgebaut wird. Die Feuerwehr sichert die Verkehrswege, ist bei der Bergung der Verletzten ein starkes Bindeglied. Im Einsatzleitwagen der Feuerwehr hält Konrad Becker die Fäden zusammen. Es herrscht geschäftige Betriebsamkeit, aber keine unkontrollierte Hektik. Die Dokumentation des Einsatzgeschehens ist wichtig, wenn es um das Wohlergehen der Verletzten geht.

Die gesamte Übung wird beobachtet und ausgewertet. Fazit: Die Übung ist erfolgreich abgelaufen. Im Detail sind Verbesserungen möglich. Auch Hermann-Josef Gundlach vom rheinland-pfälzischen Innenministerium, Landrätin Beate Läsch-Weber und Stadtbürgermeister Joachim Rodenkirch beobachten das Geschehen. "Der Schwerpunkt der Übung war die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen. Ich konnte beobachten, dass dies ganz gut funktioniert hat. Ich danke allen, die sich immer wieder ehrenamtlich und tatkräftig einbringen", sagte Läsch-Weber.