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Katastrophe bewältigt im Stadtteil Trarbach

Katastrophe bewältigt im Stadtteil Trarbach

Die gemeinsame Übung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ging reibungslos über die Bühne. Alle Einsatzkräfte arbeiteten Hand in Hand und ernteten großes Lob.

Traben-Trarbach. (red) Es war gegen 15 Uhr, als der Stadtteil Trarbach von mehreren Explosionen erschüttert wurde. Drei Häuser der ehemaligen Bundeswehrliegenschaft "Nalla" waren von den Explosionen betroffen, wovon zwei Objekte in Brand gerieten. In den Häusern wurden Verletzte und vermisste Personen vermutet.

Mit diesem Schreckensszenario wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach gegen 15.10 Uhr alarmiert.

Zusammenarbeit hat bestens funktioniert



Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde zunächst die Lage erkundet. In zwei Gebäuden standen die Keller in Vollbrand. Sicht und Atmung wurden durch starke Rauchentwicklung behindert. Mehrere Personen wurden vermisst. Einige Personen, denen der Fluchtweg durch die starke Rauchentwicklung abgeschnitten war, flüchteten sich aufs Dach und drohten zu springen.

Im oberen Hallenbereich befanden sich mehrere Personen, die durch die Wucht der Explosion schwer verletzt oder von Trümmerteilen verschüttet waren. Ein bewusstloser Mensch wurde auf einem Arbeitsgerüst gesichtet, das einzustürzen drohte. Unter der routinierten Einsatzleitung des Wehrleiters Olaf Birlenbach wurde das Übungsziel, die Rettung und Bergung von Menschen, die Brandbekämpfung in Extremsituationen, die Wasserversorgung über längere Wegstrecken, die Zusammenarbeit der Rettungskräfte in der Technischen Einsatzleitung (TEL), aber auch das gesamte Spektrum des Rettungsdienstes sowie die planmäßige Lösung von Problemen zwischen den beteiligten Organisationen von den Wehren erfolgreich umgesetzt.

Insgesamt waren zehn Helfer des DRK Traben-Trarbach, 119 aktive Feuerwehrkameraden und 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehren im Einsatz.

Wie Wehrleiter Olaf Birlenbach bei der abschließenden Übungsbesprechung ausführte, besteht die Schwierigkeit, bei einem solchen Großereignis im kontrollierten Einsatz der einzelnen Wehren und Hilfsorganisationen und die Verständigung untereinander.

"Die Zusammenarbeit der acht einzelnen Wehren hat bestens funktioniert, und der Einsatz wurde ruhig und kontrolliert ausgeführt," lobte der Wehrleiter die Teilnehmer.

Bürgermeister Ulrich K. Weisgerber sprach allen Teilnehmern Dank und Anerkennung für den gezeigten Einsatz aus. Vor allem seien hier auch der besondere Eifer der Jugendfeuerwehr sowie die tolle Unterstützung des DRK hervorzuheben, die in das Übungsgeschehen miteingebunden waren.

Dank galt auch der Familie Wagner, die ihr Anwesen den Feuerwehren zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt hatte.

Das Fazit der Wehr: Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Leitspruch "Gott zur Ehr; dem Nächsten zur Wehr" bei den Feuerwehrkameraden Bestand hat.