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Katastrophenvorsorge: Landkreis Bernkastel-Wittlich investiert Millionen

Katastrophenschutz : Kreis investiert in Katastrophenschutz

Um sich auf Starkregenlagen besser vorzubereiten, laufen vielfache Maßnahmen im Landkreis.

Wittlich/Bernkastel- Wie der Landkreis Bernkastel-Wittlich in Hinblick auf Starkregenereignisse aufgestellt ist, wollte die Fraktion „Die Linke“ im Kreistag wissen. In der jüngsten Sitzung hat die Kreisverwaltung einen umfangreichen Fragenkatalog beantwortet, den die Fraktion im April eingereicht hatte. So betrug der Etat für den Katastrophenschutz zum Beispiel im Jahr 2020 1,426 Millionen Euro für den Landkreis. Insgesamt stehen drei Vollzeitstellen für diesen Arbeitsbereich zur Verfügung. Hinzu kommen Seminare und Infoveranstaltungen, die vom Team einschließlich des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs besucht werden. 

Der Landkreis unterstützt auch Anschaffungen für den Bereich Hochwasser und Starkregen mit einem Förderprogramm, außerdem wurde ein Konzept Starkregen/Hochwasser erstellt, das die Erzeugung und Verteilung von Sandsäcken kreisweit regelt. Eine entsprechende Meldekette für Katastrophen ist demnach eingerichtet und wird mit 16 mobilen Warnanlagen unterstützt. Dabei wird betont, dass das Potenzial der Einsatzkräfte sich im Landkreis Bernkastel-Wittlich ausschließlich aus dem Ehrenamt rekrutiere.

Wie viele Feuerwehr- und Rettungsboote im Landkreis vorhanden seien, wollte die Fraktion Die Linke wissen. Das werde in der Feuerwehrverordnung Rheinland-Pfalz definiert, heißt es. Diese richte sich nach der jeweiligen Gefahreneinstufung des Gebietes. Aktuell sind demnach im Landkreis 17 Rettungsboote, drei Mehrzweckboote und drei Hochwasserboote stationiert. Insgesamt stehen demnach 23 Boote für Rettungsaktionen im Katastrophenschutz zur Verfügung.  

Inwieweit weitere Boote nötig sind, werde derzeit geprüft. Das Land würde dann etwa ein Drittel des Betrags fördern, den Rest muss der Aufgabenträger bezahlen.

Welche Schäden im vergangenen Jahr bei der Starkregenkatastrophe entstanden sind? An den kreiseigenen öffentlichen Gebäuden war nur an einem Schulgebäude ein Schaden entstanden, der sich auf zirka zwei Millionen Euro beläuft.

Der Landkreis hatte zum 1. Januar 2021 für alle Gebäude eine Elementarschadenversicherung mit einer Jahreshöchstentschädigung von zehn Millionen Euro abgeschlossen, daher wird der Schaden von der Versicherung übernommen.