Kein April-Scherz

Nein, es war nicht der Trierische Volksfreund vom 1. April, sondern vom 30. August. Ein Märchen könnte nicht schöner erzählt werden und nach dem Kommentar unseres Stadtbürgermeisters Wolfgang Port und des TV -Redaktionsmitglieds Wolfgang Lenders, hat man dort offene Ohren für die Geschichte gefunden.

Wollen die beiden die Leser des TV auf den Arm nehmen? Familie Kronser fährt also von Großrosseln (14 Kilometer von Saarbrücken) über Völklingen, Saarlouis und Dillingen circa 120 Kilometer in die Großstadt Bernkastel-Kues zu einem Einkaufs-Ausflug. Weshalb war dann nach 45 Minuten der Einkauf beendet, oder wollte man bei der Rückkehr am PKW nur die Parkscheibe um eine Stunde weiter stellen? Dass Familie Kronser in Bernkastel-Kues nicht das Gesuchte gefunden haben soll, möchte ich doch stark bezweifeln bei dem doch großen Angebot an Souveniers und Fernost-Designer-Textilläden. Es zeichnet unsere Stadt ganz besonders aus, wenn man eine Anfahrt aus dem Saarland in kauf nimmt, um hier seine Einkäufe zu tätigen. Wer hat von unseren Geschäftsleuten Angst vor einem Designer-Outletcenter in Zweibrücken, das von Großrosseln nur 30 Fahrminuten entfernt ist, aber angeblich nur Artikel der dritten Wahl oder alte Kollektionen verkauft. Als Bürger dieser Stadt und Anwohner des Rebschulweges, kann ich mich über so viel Fürsorge für unsere Tagesgäste nur wundern. Hier im Rebschulweg vertreibt der Stadtrat die Dauergäste, indem die im öffentlichen Bereich befindlichen Parkplätze um über 60 Prozent reduziert wurden. Laut Stadtratsmitglied Eckstein (auch Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues) besteht darauf kein Rechtsanspruch. Ob sich der TV oder Stadtbürgermeister Port auch für einen Bürger so stark einsetzen, wenn ihm ein Bußgeld wegen parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen gefordert wird? Über die Regelung auf kostenpflichtigen Parkplätzen (auch im Saarland) sollte jeder Führerscheininhaber informiert sein. Karl Heinz Krämer Bernkastel-Kues