Kein Missverständnis

Der Vorwurf, die Gemeinde Morbach habe Einnahmen verschwiegen, tut weh. Ob er zutrifft, steht auf einem anderem Blatt. Es ist kaum zu glauben, dass einer Behörde, die das Projekt über Jahre intensiv begleitet hat, entgangen ist, dass sich auf dem Gelände inzwischen 14 Windräder drehen.

Der Vorwurf, die Gemeinde Morbach habe Einnahmen verschwiegen, tut weh. Ob er zutrifft, steht auf einem anderem Blatt. Es ist kaum zu glauben, dass einer Behörde, die das Projekt über Jahre intensiv begleitet hat, entgangen ist, dass sich auf dem Gelände inzwischen 14 Windräder drehen. Auch die Tatsache, dass Kommunen aus der Pacht erhebliche Gelder beziehen, dürfte sich herumgesprochen haben. Ein Missverständnis ist wenig wahrscheinlich. Es entsteht eher der Eindruck, dass in Mainz mitten im Spiel die Regeln verändert wurden, weil der Rechnungshof den mahnenden Zeigefinger erhoben hat. Deshalb geht die Einheitsgemeinde möglicherweise leer aus, wenn die avisierten Gespräche nicht noch eine andere Lösung bringen. Andererseits: Die Finanzdecke der öffentlichen Haushalte wird immer enger. Dass die Behörde in Speyer in einer solchen Situation moniert, dass Projekte gefördert werden, die selbst beträchtliche Einnahmen abwerfen, ist nachvollziehbar. Eine andere Entscheidung wäre dem Steuerzahler kaum zu vermitteln. i.rosenschild@volksfreund.de