Kein Weg war ihm zu weit

KYLLBURG/LIESER. (rh) Pfarrer Friedrich Kreutz feiert am 19. Februar seinen 70. Geburtstag. Geboren in Malberg, blickt er auf ein segensreiches Priesterleben zurück. Heute engagiert er sich weiterhin für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und widmet sich dem Studium seiner Bücher.

Als mit Ablauf des Jahres 2003 die aktive Zeit des Pfarrerseins zu Ende ging, nahmen das die Gläubigen in Lieser an der Mosel gleichermaßen mit Bedauern und Dankbarkeit auf. Mit Bedauern, weil sie mit Pfarrer Friedrich Kreutz einen Geistlichen ziehen lassen mussten, der sich durch sein Wirken wie kaum ein anderer Anerkennung und Respekt der Menschen im Ort erarbeitet hatte. Mit Dankbarkeit, weil sie ihn viele Jahre in ihrer Mitte haben durften. Das gute und vertrauensvolle Verhältnis des Geistlichen zu den Pfarrangehörigen zieht sich wie ein roter Faden durch das Priesterleben von Friedrich Kreutz, das mit der Priesterweihe am 26. Juli 1964 im Trierer Dom begann. Geboren und aufgewachsen in Malberg, besuchte der junge Friedrich die Volksschule im Ort. Es folgten Gymnasium und Albertinum in Gerolstein und das Gymnasium Prüm. Das Abitur legte Kreutz 1959 in Großkrotzenburg bei Hanau ab. Priesterseminar und Studium der Philosophie und der Theologie führten ihn nach Trier und Freiburg. "Die erste Kaplanstelle war in Plaidt", erinnert sich Friedrich Kreutz. Bereits dort legte er großen Wert auf die Jugendseelsorge. "Den Schuldienst habe ich sehr gerne gemacht. Die Jugend, das ist die Kirche von morgen", sagt Kreutz. Die zweite Kaplanstelle führte ihn nach Bernkastel-Kues. Die erste selbstständige Seelsorgestelle fand er in Wittlich-Bombogen. 21 Jahre hat er dort gewirkt, wobei seit 1981 die Pfarrei Lüxem hinzukam. Von 1992 bis 2003 war er der Pfarrer von Lieser. "Mir war kein Weg zu weit und keine Aufgabe zu schwer", resümiert Friedrich Kreutz.Er wollte "für die Menschen da sein"

Der Sohn eines Kyllburger Drogisten war neben vier Schwestern der jüngste Spross der Familie. "Die ersten ernsthaften Überlegungen, den Priesterberuf anzustreben, hatte ich während der Schulzeit im Internat. Es hat mich fasziniert, für die Menschen etwas Gutes tun zu können, für sie da zu sein", sagt Kreutz. Dieser Profession hat er sich zeitlebens verschrieben - vor Ort und in der Welt. Im Sinne des Ordens der Byzantinischen Ritter vom Heiligen Grab setzte er sich für die Verständigung der Christen des Orients und des Okzidents ein. Dafür wurde Kreutz 1991 zum Ordensprälaten ernannt. Auch engagierte er sich mit Nachdruck für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Zahllose internationale Kontakte und Begegnungen hat er seelsorgerisch auf den Wege gebracht und begleitet. Für seine Arbeit dort wurde er 1997 mit der Theodor-Heuss-Medaille des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet. "Jetzt im Ruhestand bin ich froh, dass ich mehr Zeit für diese Aufgabe habe", sagt Kreutz. Gerne steht er Dechant Bender auch zur Verfügung, wenn er im Dekanat gebraucht wird, um Gottesdienste zu halten. Ebenso große Freude bereitet es ihm, Pilgerfahrten nach Rom oder Lourdes zu organisieren, im heimischen Garten zu arbeiten, sich dem Studium seiner Bücher zu widmen oder auch Musik zu hören.