Keine Aufregung und ein Etappensieg für Waxweiler

Meinung : Keine Aufregung und ein Etappensieg

Im Gegensatz zu manchen Städten, deren Stadträte derzeit völlig aufgeregt den „Klimanotstand“ ausrufen, hat Wittlich schon vor zehn Jahren angefangen, seine Hausaufgaben zu machen und führt damit das Thema Klimaschutz kontinuierlich fort.

Das zahlt sich jetzt aus, denn das Thema spaltet nicht und wird auch nicht instrumentalisiert. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde das Thema sachlich, einvernehmlich und lösungsorientiert besprochen – ohne Verbote zu fordern. Hervorzuheben ist das Engagement von Bürger Willi Waxweiler, der nicht müde wird, sich für einen Ortsbeirat im Zentrum einzusetzen. Zwar lag schon ein ablehnender Bescheid vor, aber dieser fand dann doch keine Mehrheit – das Gremium ist eben auch für Überraschungen gut und Waxweiler kann einen Etappensieg verbuchen. Ein Thema bleibt indes brisant und könnte in Zukunft eine größere Bedeutung gewinnen – die Tierhaltung, besonders in Hinblick auf Schweine. Immer öfter werden Stimmen laut, die für die Säubrennerkirmes ein zusätzliches vegetarisches Angebot fordern und nachfragen, wie die Tiere gehalten wurden, die alljährlich dort verzehrt werden.

Da gilt es, kluge und nachvollziehbare Strategien zu entwickeln, denn der Fleischverzehr, besonders von Schweinefleisch, ist in Zeiten, in denen an anderen Orten besagter „Klimanotstand“ ausgerufen wird, ein echtes Errege-Thema.

hp.linz@volksfreund.de

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