Keine Belehrung nötig

Ich bin gerne bereit, der Familie Follmann aus Arenrath meine 53-jährige Erfahrungen mit Fluglärm und Abgasen mitzuteilen. Bedingt durch Feldarbeiten in Nähe der Rollbahn weiß ich, was Fluglärm bedeutet.

Ich habe in meinem Wohnhaus fast 53 Jahre den Lärm und Abgase ertragen, den die Schulkinder und Kinder aus dem Kindergarten heute ebenfalls ertragen. Dies trifft in gleichem Maße für alle Mitbürger der Gemeinde Binsfeld zu. Das bedeutet aber auch, dass ich keine Belehrung, was Fluglärm und Abgase betrifft, von Herrn Follmann aus Arenrath benötige. Was die mehrfachen Angriffe gegenüber unserem Bürgermeister Herres, mittlerweile auch gegen unseren Gemeinderat, betrifft, sollte sich Herr Follmann besser um die Belange seiner Gemeinde Arenrath kümmern. Es ist einmalig, dass sich ein Bürger, dazu noch ein Ratsmitglied, einer Nachbargemeinde gegenüber mehrfach so abfällig äußert. Ich werde im Ortsgemeinderat Binsfeld den Antrag stellen, die Äußerungen, die Herr Follmann im Leserbrief vom 4. Juli gemacht hat, zu missbilligen. Ich selbst stelle die Arbeit des Bürgerbeauftragten sowie des Landesjugendamtes als unsinnig dar, da dies schon vor mindestens 15 Jahren hätte geschehen müssen. Zu diesem Zeitpunkt war das Landgericht Trier und später das Oberlandesgericht Koblenz mit Fluglärm und gesundheitlichen Auswirkungen durch die Airbase beschäftigt. Die Gerichte haben einen Teil der Binsfelder Bürger seinerzeit eine Entschädigung wegen Wertminderung von Grundstücken zugesprochen. Für Gesundheitsschäden waren die Gerichte nicht bereit, eine Entschädigung zu leisten. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wussten Landesjugendamt sowie Bürgerbüro und andere Behörden, wenn sie es denn wollten, über Lärmwerte von Kindergarten und Schule Bescheid. Werner Pitsch, Binsfeld (Anmerkung der Redaktion: Der Autor ist Beigeordneter der Gemeinde Binsfeld)