Keine Deutsche Meisterschaft ohne Mülheim

Keine Deutsche Meisterschaft ohne Mülheim

Mit dem achten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und dem sechsten beim bundesweiten Wettstreit um den August-Ernst-Pokal hat die Jugendwehr Mülheim ihren Platz unter den besten Jugendwehren Deutschlands ein weiteres Mal behaupten können.

Mülheim. Dem Mülheimer Feuerwehrnachwuchs scheint es ein Leichtes, sich bei Wettkämpfen super Plätze sichern zu können. Nach erfolgreichen Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften der Jugendwehren 2006 und 2008 rangiert das Team 2010 erneut unter den "Top Ten". Die Jugendlichen im Alter von elf bis 16 Jahren schafften es in Leipzig als eine von 25 teilnehmenden Gruppen auf den achten Platz. Die Jugendwehr Mertesdorf sicherte sich als zweite rheinland-pfälzische Gruppe der aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmer den 16. Platz.

Drei Wochen zuvor hatte der Mülheimer Nachwuchs beim bundesweiten Wettstreit um den August-Ernst-Pokal in Bremen die Nase weit vorn gehabt. Von 14 Gruppen des ebenfalls im Zwei-Jahres-Turnus ausgerichteten Wettbewerbs schaffte es die Jugendwehr auf den sechsten Platz.

Das Geheimnis ihrer Erfolge führen die Jugendlichen auf ihre Disziplin zurück. "Wir haben jede Woche geübt - wenn möglich, zweimal", ist Marcel Reuter überzeugt, dass das mit entscheidend war.

Als Beispiel für solche Übungen am Sportplatzgelände nennt der 15-Jährige Staffelläufe oder das möglichst schnelle Verlegen von Wasserschläuchen über Hindernisse. Einen gewichtigen Anteil an den guten Platzierungen habe aber auch das "gute Team". Laut Stefan Frank ist zudem die Geschicklichkeit jedes Einzelnen von ihnen bedeutsam - und die Technik. Da sie mittlerweile wüssten, was sie erwarte, wüssten sie auch, dass es besser sein könne, etwas langsamer, dafür aber fehlerfrei, ans Ziel zu kommen.

Maximilian Friedrich gefällt an den Wettkämpfen, dass sie dort auch immer andere Feuerwehrleute kennen lernen. Beim Zusammenhocken in den Unterkünften - Schulturnhallen oder Zelten - sind Freundschaften vorprogrammiert. Dass sie bereits Monate vor den Wettkämpfen mit dem Training beginnen müssen, nimmt der zwölfjährige Kevin Hoffmann bereitwillig in Kauf. Er gehe in seiner Freizeit zwar auch gern zum Schwimmen und sei oft mit dem Fahrrad unterwegs. Doch die Übungen lässt er dennoch nicht ausfallen: "Ich nehme mir halt die Zeit dafür, weil es Spaß macht."

Stefan Frank sieht die Erfolge der Jugendwehr aber nicht nur als deren Verdienst selbst. Ein großes Lob gebühre auch Jugendwartin und Wehrführerin Susanne Scholl sowie Betreuer Mike Pauly und dem gesamten achtköpfigen Team, das sie unterstützt habe.

Scholl rückt derweil den Übungsalltag ins rechte Licht. "Die müssen schon konzentriert arbeiten", betont sie, dass das regelmäßige Training alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Bei den Jüngeren sei vor den Wettkämpfen zudem die Nervosität sehr groß. Daher kam es auch bei allen Teilnehmern gut an, dass sie in Leipzig die "Interschutz" besuchen konnten, die laut Scholl die größte Feuerwehrmesse der Welt ist.