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Keine Frischeküche in der Wehlener Kita

Keine Frischeküche in der Wehlener Kita

Die integrative Kindertagesstätte in Wehlen wird voraussichtlich ab Sommer 2015 saniert. Eine der Fragen im Vorfeld: Soll vor Ort für die Kinder gekocht werden? Der Stadtrat lehnt dies mit großer Mehrheit ab. Lieferant wird der Antonius-Kindergarten in Kues.

Bernkastel-Kues/Wehlen. Noch ist die integrative Kindertagesstätte in Wehlen nicht saniert, noch ist auch nicht klar, wo die mehr als 60 Kinder während der etwa ein Jahr dauernden Arbeiten betreut werden (TV vom 28. November). Klar ist seit der Sitzung des Stadtrats Bernkastel-Kues aber, dass es in dem sanierten Gebäude keine Küche gibt, in der selbst gekocht wird. CDU, SPD, FDP und Unabhängige Bürgerunion votierten dafür, dass das Essen aus der Küche des Antonius-Kindergartens in Kues geliefert wird. Dort wird auch schon für den Kindergarten im Stadtteil Bernkastel das Essen zubereitet. Die drei Ratsfrauen der Grünen votierten für eine Frischeküche.
Speziell Gertrud Weydert, Wehlener Ortsvorsteherin, wirkte sehr angesäuert. Auch weil der Rat vor dem Votum das Für und Wider einer Frischeküche mit oder ohne Wärmerückgewinnung erörtert und auch darüber abgestimmt hatte. Die Variante mit Wärmerückgewinnung würde etwa 89 000 Euro kosten, ohne ginge es mit 51 000 Euro
Stadtbürgermeister Wolfgang Port brachte die Kueser Variante ins Spiel. Dort gebe es eine Küche, die sogar größer sei als nötig. Von dort nach Wehlen sei es nicht weiter als in den Stadtteil Bernkastel. Die Qualität des Essens leide nicht. Bisher liefert das Deutsche Rote Kreuz das Essen. Ein weiteres Argument: Es könne eine weitere Küchenkraft beschäftigt werden. Damit sei auch eine Vertretung bei Krankheit gewährleistet. Das komme allen drei Kindergärten zugute. Gertrud Weydert argumentierte auch mit Blick auf die Kinder. "Es ist sehr wichtig, dass sie erleben das Essen gekocht und nicht gebracht wird." Es sei "vorsintflutlich", die Einrichtung einer Frischeküche abzulehnen.
Die anderen Fraktionen argumentierten mit freien Kapazitäten und kurzen Wegen. Ein Zuschauen bei der Arbeit in der Küche sei wegen der immer größer werdenden Auflagen sowieso nicht möglich. cb