Keine schnelle Patentlösung

Zur Berichtersattung über die Schulentwicklungsplanung in Wittlich und den Kommentar "Hauptsache schöne Ferien" (TV vom 20. Juli) schreibt dieser Leser:

Die Bemerkung, dass "… die Sorgen und Nöte der Schulgemeinschaften, vor allem des PWG, ja nicht so groß sein (können)", wenn die Schulen in den Ferien die Zeit nicht für weitere Überlegungen und Beratungen nutzen, wirkt auf mich realitätsfern. Ich halte es für unmöglich, in der Ferien- und Urlaubszeit die notwendigen Gremien an einem Termin versammeln zu können. Weiterhin hat in der Kreistagssitzung Frau Dr. Bastgen zu Recht gefordert, dass weiteres Datenmaterial zusammengestellt werden muss, um eine fundiertere Entscheidung treffen zu können als auf der Grundlage des Gutachtens von Herrn Krämer-Mandeau. Schulleitung und Kollegium des PWG haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Schulentwicklungsfragen, besonders im pädagogischen Bereich, auseinandergesetzt und in sehr vielen Arbeitsgruppensitzungen und zusätzlichen Konferenzen am Schulprofil gearbeitet.

Für das Kollegium des PWG war es sehr motivierend, als von der Landrätin signalisiert wurde, dass der Kreis nun endlich Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen plant. Um so enttäuschender und demotivierender war dann die "Stopp-Verfügung" des ADD-Präsidenten und die folgenden Dislozierungspläne als Problemlösung. Mir ist bewusst, dass es keine schnelle Patentlösung gibt und dass an einer guten Lösung gemeinsam gearbeitet werden muss. Dass dies aus den oben genannten Gründen jetzt in der Ferienzeit nicht sinnvoll und praktikabel ist, leuchtet, glaube ich, ein. Deshalb empfinde ich es als populistisch bis zynisch, aus der momentan nicht sichtbaren Weiterarbeit am Thema den Schluss zu ziehen, dass unsere Sorgen und Nöte wohl nicht so groß sind.

Albert Schlimpen (Lehrer am Peter-Wust-Gymnasium) 54516 Wittlich

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