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Keine Spielgemeinschaft ohne Hirtenfeldhalle

Keine Spielgemeinschaft ohne Hirtenfeldhalle

Die Hunsrückdörfer Kleinich, Irmenach und Horbruch haben ihren Ruf als Hochburgen des Handballs behalten. Ermöglicht haben dies die Gründung der Handballspielgemeinschaft vor 30 und der Bau der Hirtenfeldhalle vor 20 Jahren. Diese reicht allerdings für die vielen Aufgaben nicht mehr aus.

Kleinich. Gleich zwei Gründe zum Feiern hat in diesem Jahr die HSG Irmenach-Kleinich-Horbruch. Einmal besteht die Handballspielgemeinschaft seit 30 Jahren. Zum Zweiten ist die Hirtenfeldhalle, Spielstätte der Mannschaften der HSG, vor 20 Jahren eingeweiht worden.
Mit einem lockeren Festakt, in dem die jüngsten Handballer der HSG mit vereinsinternen Spielen im Vordergrund standen, feierten die drei Vereine der HSG, der TuS Kleinich, der TuS Irmenach und der TuS Horbruch die beiden Jubiläen.
Bernd Kirst, Geschäftsführer der HSG, ist sich sicher: "Ohne die Hirtenfeldhalle würde es die HSG nicht geben." Vorher waren die Teams gezwungen gewesen, für Training und Spiele in die Hallen nach Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach auszuweichen. Erst der Bau der Hirtenfeldhalle gab den Mannschaften der HSG eine richtige heimische Spielstätte. Kirst: "Wir haben den Visionären von damals viel zu verdanken."
1981 hatte die HSG bei ihrer Gründung fünf Herren, zwei Damen- und sieben Jugendmannschaften. Heute, bei schwierigeren demografischen Voraussetzungen, hat sich die Zahl der Jugendmannschaften auf elf erhöht, die Zahl der Seniorenmannschaften ist gleich geblieben. Hinzu kommen vier Kooperationen mit anderen Vereinen. 100 Erwachsene, 150 Jugendliche und 50 Minis spielen heute Handball bei der HSG.
Günter Wagner vom Sportbund Rheinland würdigte die Verdienste der HSG: "Ihr seid ein Aushängeschild für hervorragende Jugendarbeit", sagte er. Ermöglicht wird dies auch durch den 01er-Club, dem 27 Sponsoren angehören, um die Jugendarbeit der HSG zu fördern. Jörg Schumacher, Geschäftsführer des Flughafens Hahn und Vorsitzender des 01er Clubs kündigte an, das Sponsoring "stabil" zu halten.
Burkhard Born, Kleinicher Handball-Urgestein, erinnerte sich an die Zeiten vor Gründung der HSG zurück: "Damals war die Rivalität so groß, dass es bei Lokalderbys blutige Nasen gab. Heute herrscht Harmonie zwischen den Vereinen." Hans Schneiss, der von 1976 bis 2001 Vorsitzender des TuS Irmenach war, war eine der treibenden Kräfte zur Gründung der Spielgemeinschaft. "Trotz aller Rivalität hat sich das so ergeben", sagte er.
Die Mitgliederversammlungen sprachen sich damals mit großer Mehrheit für die Gründung der HSG aus, erinnert er sich. Und als die HSG die Fühler zum Bau einer Sporthalle ausstreckte, erhielt die Spielgemeinschaft die Zusage zu einer Förderung von 50 Prozent. "Da mussten wir ja bauen", lacht Schneiss. Allerdings reicht die Halle heute für die vielen Mannschaften nicht mehr aus, sagt Kirst.
Durch die Zunahme der Ganztagsschulen müssten die Trainingszeiten immer mehr auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden, was das Problem weiter verschärft. Deshalb wünscht sich der Vorsitzende eine Erweiterung der Hirtenfeldhalle. Dabei sollen auch Schulungsräume entstehen und Büroräume eingerichtet werden, um die Geschäftsstelle von Horbruch nach Kleinich zu verlegen.
Kirst: "Mehr Platz in der Hirtenfeldhalle für die HSG, das liegt mir am Herzen."