Keine Spur für Rechtsabbieger

Für Autofahrer heißt es voraussichtlich im kommenden Jahr, im Bereich Oderter Haus die Ampeln zu beachten. Denn dann wird die Abfahrt von der Hunsrückhöhenstraße in Richtung Odert/Hunolstein umgebaut.

Odert. Von der Raststätte Oderter Haus sieht der Autofahrer auf der B 327 (Hunsrückhöhenstraße) nur noch einige Schutthaufen. Auch die Container, in denen der Imbiss Hunsrück-Grill untergebracht war, sind verschwunden (der TV berichtete). Damit können voraussichtlich im kommenden Jahr die Arbeiten zur Neugestaltung der Kreuzung, bei der die K 99 in Richtung Odert und Hunolstein abzweigt, begonnen werden. Für die Autos, die aus Richtung Trier links in Richtung Hunolstein abbiegen wollen, wird eine Linksabbiegespur eingerichtet.
Dafür wird die Fahrbahndecke verbreitert. Zudem wird die Einmündung der Kreisstraße um etwa hundert Meter in Richtung Morbach verlegt.
Die Einmündung wird über einen Bogen an die bisherige Kreisstraße angeschlossen. Dieser Bogen liegt auf dem Grundstück des ehemaligen Oderter Hauses. Sascha Müller vom Landesbetrieb Mobilität hat die Planungen jüngst dem Morbacher Gemeinderat vorgestellt.
Das Ziel der Planung ist es, die Verkehrssicherheit für Abbieger und Einbieger zu verbessern, sagt Müller. Denn an dieser Stelle werden trotz Geschwindigkeitsbeschränkungen regelmäßig hohe Geschwindigkeiten gefahren. Täglich passieren etwa 8000 Fahrzeuge auf der Hunsrückhöhenstraße diese Stelle, sagt Müller. Davon sind etwa 1600 Lastwagen. Bis 2025 rechnet die Behörde mit einem Wachstum auf 10 000 Fahrzeuge.
Kosten: 600 000 Euro


300 Fahrzeuge biegen täglich von der K 99 auf die B 327 ab. Die Arbeiten dauern etwa vier Monate und kosten rund 600 000 Euro. Während der Bauarbeiten werden Ampeln den Verkehr auf der B 327 regeln. Die Planungen berücksichtigen, dass zu einem späteren Zeitpunkt der Streckenabschnitt ab der Kreuzung B 327/K 99 in Richtung Gutenthal um eine dritte Spur erweitert wird.
Der Oderter Ortsvorsteher Edwin Pfeiffer kritisiert die Planungen des LBM. Denn für die Autos, die aus Richtung Morbach nach rechts auf die K 99 nach Odert oder Hunolstein fahren wollen, ist keine Abbiegespur vorgesehen. "Wir haben im Ortsbeirat nur unter der Bedingung zugestimmt, dass eine Abbiegespur hinkommt", sagt er.
Doch laut Müller sieht der LBM wegen des geringen Verkehrsaufkommens dafür keine Notwendigkeit. Der LBM sieht sich gegenüber dem Steuerzahler, der die Abbiegespur finanzieren muss, in der Pflicht. Mehrere Mitglieder des Gemeinderats haben sich in der Diskussion für eine Abbiegespur ausgesprochen. "Wir wollen fließenden Verkehr und Sicherheit", sagt Willi Feilen von den Freien Wählern. Der Gemeinderat hat dem Projekt grundsätzlich zugestimmt, den LBM aber gleichzeitig beauftragt, die Planungen unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit nochmals zu prüfen.