Keine Spur von Keimen im Wasser

Der Pseudomonas-Keim, der schon 2006 für die Schließung des Naturbades im Tiefensteiner Staden sorgte, lässt sich bis jetzt nicht blicken. Aktuelle Wasserproben sind sauber. Um das Entstehen der Keime zu verhindern, ist die Zahl der Badegäste auf 750 pro Tag begrenzt.

Idar-Oberstein. Die Proben, die regelmäßig entnommen werden, zeigen, dass sich nichts zeigt: keine Spur vom "berühmten" Pseudomonas-Keim, der ab 2006 immer wieder für die Schließung des Naturbades im Tiefensteiner Staden verantwortlich war. Die Wasserqualität ist gut, die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zeigen offenbar die gewünschte Wirkung. Einen endgültigen Erfolg können die Verantwortlichen allerdings noch nicht vermelden: Man müsse schauen, wie das Bad in der aktuellen heißen Phase reagiere.
Ferien, warme Tage: Der Besucherstrom wächst. Bekanntlich sei das System im Bad träge, reagiere verzögert, da bleibe abzuwarten, wie sich die Werte entwickeln, betonen Thomas Cullmann, in der technischen Abteilung der Stadtwerke für Bäder zuständiger Mitarbeiter, und Hans-Jürgen Brünesholz, Dezernent der Kreisverwaltung. Vonseiten des Gesundheitsamtes habe es bisher keinerlei Beanstandungen gegeben.
Das Verfahren ist klar geregelt: Die Stadtwerke entnehmen nach einem gewissen Besucheraufkommen Proben. Diese gehen direkt ans zuständige Labor, das sofort Meldung geben würde, wenn etwas auffällig wäre. Fortgesetzt wird ein begleitendes Monitoringprogramm, mit dem die Auswirkungen von Witterungseinflüssen und Nutzung auf die Wasserqualität ermittelt werden sollen. Aufgrund der Arbeitsweise der Filteranlage ist die Besucherzahl auf 750 Badegäste am Tag beschränkt: Dieser Spitzenwert wurde bislang lediglich an einem Tag in der ersten heißen Phase vor einigen Wochen erreicht. Insgesamt besuchten seit dem Eröffnungstag am 6. Juni bislang rund 5500 Gäste das Bad.
Die Wasseraufbereitung erfolgt im Naturbad, anders als bei herkömmlichen Freibädern, durch biologisch-mechanische Prozesse ohne Einsatz von Chemikalien. Daher sollten die Badegäste schon aus eigenem Interesse auf erhöhte Sauberkeit und Körperhygiene achten. vm