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Keine Windenergieanlagen für Burgen

Entscheidung wird vertagt : Vorerst keine Windräder für Burgen

Auch nach erneuter Diskussionen konnte die Ortsgemeinde die formalen Hürden nicht nehmen. Das Thema wurde vertagt.

Einen ökologischen und finanziellen Nutzen für die Ortsgemeinde Burgen und die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues – das könnten die geplanten Windräder bringen. Doch so einfach ist es nicht. In der Gemeinde Burgen setzt sich Ortsbürgermeister Reinhard Grasnick schon länger dafür ein, dass der Flächennutzungsplan (FNP) geändert wird, um so dort Windenergieanlagen aufstellen zu können. Das sei so allerdings nicht möglich, da die Flächen im Bereich der „Historischen Kulturlandschaft“ liegen, sagte Leo Wächter, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, auf der jüngsten Ratssitzung in Pies­port. Es sei eine klare Vorgabe, dass „jegliche Nutzung für Windenergie in diesen Bereichen ausgeschlossen ist“. Um der Gemeinde Burgen die Nutzung von Windenergieanlagen zu ermöglichen, müsse ein neues Konzept für die Windenergie im Flächennutzungsplan erstellt werden. Aus diesem Grund war der Beschlussvorlage zu entnehmen, dass der Verbandsgemeinderat den Antrag auf Änderung der Fortschreibung des Flächennutzungsplans ablehnen wird.

Ortsbürgermeister Grasnick sah das deutlich anders: „Wir schaffen damit die Voraussetzung, dass wir zusätzlich etwas für das Erreichen der Klimaziele tun und gleichzeitig auch noch zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt und aller Ortsgemeinden beitragen.“ Die Zustimmung des Verbandsgemeinderats sei die Voraussetzung, dass überhaupt mögliche Investoren tätig werden könnten. Für Grasnick gebe es keinen Grund den Antrag abzulehnen.

In der Sitzung fand er Zuspruch von Dirk Kessler, Mitglied der Freien Bürgerliste Mittelmosel-Hunsrück: „Gerade der Antrag der Ortsgemeinde Burgen läuft nicht dem Konzentrationsgebot für Windkraftanlagen zuwider und naturschutzfachliche Gegenargumente sind zurzeit nicht erkennbar.“ Er positionierte sich in der Debatte ganz klar dafür, dem Antrag der Ortsgemeinde stattzugeben.

Das sahen allerdings nicht alle Ratsmitglieder so. Letztendlich stimmten 18 Mitglieder dafür, den Antrag zu verschieben, und zehn Mitglieder dagegen. Das Thema werde im nächsten Jahr wieder auf die Tagesordnung kommen und dann erneut diskutiert werden, sagte Wächter.