Kesselchen für das Weihwasser

Die Sonderausstellung "Weihwasserkesselchen" im Haus der Ikonen in Traben-Trarbach ist eröffnet worden. Zu sehen sind verschiedene dieser früher alltäglichen Gefäße aus einer Privatsammlung.

Traben-Trarbach. (red) Einst waren die Weihwasserkesselchen in jedem katholischen Haushalt zu finden - heute sind sie fast nur noch Sammlerstücke. In der Sonderausstellung "Weihwasserkesselchen" stellt der private Sammler Josef Day aus Zell seine schönsten Exemplare vor. So sei ein Weihwasserkesselchen mit dem Heiligen Hubertus, das in einem französischen Schloss hing, laut Veranstalter durch seine detailgerechte Darstellung der Umgebung des Patrons ein Blickfang für die Besucher.

Auch die Gefäße, die nach den Zeichnungen der Schwester Hummel gefertigt wurden, seien eine genauere Betrachtung wert. Sie haben laut Veranstalter eine besondere Farbgestaltung und sind der ganze Stolz des Sammlers. Day ging bei der Eröffnung auch auf die verschiedenen Stilepochen sowie die unterschiedlichen Materialien und die Herstellungsweisen und -orte der Gefäße ein.

Der 1. Vorsitzende des Förderkreises Haus der Ikonen, Johannes Werling, ging bei der Eröffnung auf die Bedeutung des Wassers ein. Es sei ein alter christlicher Brauch gewesen, sich selbst oder die Kinder durch das Kreuzzeichen und das Weihwasser dem Segen Gottes zu empfehlen. Dieser Brauch sei heute in Vergessenheit geraten und fast nur noch in den Alpenländern oder bei orthodoxen Christen zu finden.

Die Ausstellung kann noch bis zum 4. September täglich, außer montags, von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Ausnahmen können unter Telefon: 06541/812408 vereinbart werden.

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