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Kicken, kickern, werfen: Abendsport im Eventum

Kicken, kickern, werfen: Abendsport im Eventum

Fußball, Basketball und Tischfußball sind beliebte Freizeitbeschäftigungen bei Jugendlichen, die beim Tri-Ball-Contest kombiniert werden. Sechs Teams machten am Samstagabend im Eventum in Wittlich mit.

Wittlich. Tom Ebertz ist zufrieden: "Man langweilt sich nie, weil immer ein Spiel aufs andere folgt", sagt der 17-Jährige. Im Sportdress steht er im Innenraum des Wittlicher Eventums. Tri-Ball-Contest heißt der von der Stadt Wittlich zusammen mit der Clara-Viebig-Realschule plus, dem Haus der Jugend und vielen weiteren Einrichtungen organisierte Wettbewerb. Jedes der Teams tritt in drei Sportarten gegeneinander an: Streetball als Variante des Basketballs auf nur einen Korb gespielt, Fußball und Tischkicker. Acht Minuten dauert jede Partie. Dann wird gewechselt. Da nicht jeder überall gleich gut ist, hätten beispielsweise körperlich nicht so starke Jugendliche auch ihre Chancen beispielsweise beim Kickern.
Bei Tom Ebertz ist es anders: "Beim Kickern habe ich anderen den Vortritt gelassen", erzählt er lachend. Dafür darf er beim Basketball für sein Team auftrumpfen. Das ist möglich, weil bis zu sechs Mannschaftsmitglieder gemeldet sind, aber immer nur vier in einer Partie mitspielen. "Wir waren letztes Jahr schon dabei. Es ist lustig und macht einfach Spaß", sagt Marcel Schmidt (18) zu dem Wettkampf-Format.
Dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Abend lang Spaß haben, ist laut Johannes Schmidt am Wichtigsten. Der Wittlicher Jugendkoordinator hält beim Tri-Ball-Contest organisatorisch die Fäden in der Hand und kann sich auf die Hilfe vieler anderer verlassen: Mitglieder des Wittlicher Jugendparlaments regeln als Spielbeobachter die Partien und sorgen als DJ für peppige Musik. Die Turnierleitung mit Auswertung übernehmen zwei Polizeibeamte. Den Sanitätsdienst und die Versorgung mit Essen und Getränken der Malteser Hilfsdienst.
Wermutstropfen: Nur die 16- bis 19-Jährigen kommen zum Zug. "Wir mussten am Freitagnachmittag den Wettbewerb für die Jüngsten absagen, weil sich nur drei Teams gemeldet hatten", erklärt Schmidt. Bei den Älteren habe sich unter den sechs Teams aber eine relativ breitgefächerte Mischung angemeldet und zwar nicht nur aus Wittlich: Die "Macht aus dem Alftal" misst sich beispielsweise mit einer Mannschaft vom Jugendhof Wolf in Traben-Trarbach. Auch in Wittlich lebende Flüchtlinge sind dabei.
Gewinner sind am Ende alle. Dank der Unterstützung durch Wittlicher Firmen bekommt jedes Team einen Preis. Im Finale setzt sich am fortgeschrittenen Abend dann aber doch die Mannschaft der Clara-Viebig-Realschule plus im Fußball, Basketball und Kicker gegen ein Team des Jugendhofs Wolf durch. teu