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Kinder machen Platz für Handwerker

Kinder machen Platz für Handwerker

Wenn im Altbau Handwerker anrücken, wird\'s für die Bewohner eng. Das wird so sein, wenn die Kindertagesstätte am Jahnplatz saniert wird und einen Neubau bekommt. Für 100 Kinder heißt das: Sie werden während der Arbeiten in die ehemalige Duale Oberschule in Wengerohr umziehen.

Wittlich. 3,25 Millionen Euro investiert die Stadt Wittlich in die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte am Jahnplatz. Der Stadtrat hat jetzt zugestimmt (der TV berichtete). Und was passiert mit den Kindern, wenn die Handwerker anrücken? Für die Arbeiten am Altbau heißt die Lösung: Umzug auf Zeit in die ehemalige Duale Oberschule (Dos) in Wengerohr. Zum Zeitplan sagt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung: "Da das Schulgebäude noch bis zum 31. Juli vom Peter-Wust-Gymnasium angemietet ist, werden die Kinder wohl erst nach den Sommerferien umziehen können." 100 kleine Wittlicher kommen dann nach Wengerohr.
Die Ex-Schule als Kita zu nutzen, damit hat die Stadt bereits Erfahrungen gesammelt, als die Kita im Stadtteil Neuerburg saniert und erweitert wurde: Von 2009 bis 2010 wurde das Gebäude in Wengerohr bereits für sieben Monate eine vorübergehende Heimat für rund 100 Kinder zwischen drei und sechs Jahren - damals noch zusammen mit den Gymnasiasten aus Wittlich, die ebenfalls wegen Bauarbeiten umziehen mussten. Die Neuerburger Kinder erlebten damit auch schon einmal, was ihnen nach der Kita-Zeit bevorstand: Pausenklingeln, Busfahren, getrennte Toilettenbereiche für Jungen und Mädchen und so weiter.
Fünf Monate sind geplant


Einen parallelen Schulbetrieb im selben Gebäude wird es für die Wittlicher Jüngsten wohl nicht mehr geben: Die Gymnasiasten und ihre Lehrer sind voraussichtlich weg, wenn die Kinder mit ihren Erzieherinnen für rund fünf Monate nach Wengerohr kommen, so lange soll die Sanierung dauern.
Und in Wengerohr "müssen in dem Schulgebäude verschiedene Vorkehrungen getroffen werden, damit die Kinder dort angemessen betreut werden können", sagt Jan Mußweiler auf TV-Nachfrage: "Hierbei handelt es sich beispielsweise um eine Absperrung vom übrigen Schulbereich, damit für die Kinder ein eigener abgegrenzter Bereich zur Verfügung steht. Vorgaben hierzu trifft das Landesjugendamt in Absprache mit den sonstigen Fachbehörden wie Gesundheitsamt, Bauamt und Unfallkasse."
Bleibt die Frage: Wie kommen die kleinen Wittlicher nach Wengerohr? Womöglich mit dem Bus. Ganz klar ist das noch nicht. "Die Beförderung muss noch gemeinsam mit dem Team, den Eltern und der Kreisverwaltung abgestimmt werden", sagt Jan Mußweiler. Die Kosten für Busfahrten müsste demnach der Landkreis Bernkastel-Wittlich tragen.
Und was kostet die Zwischenlösung die Stadt? Jan Mußweiler sagt: "Die Kosten für Auslagerung, Umzüge, Mieten und so weiter sind in den genannten Gesamtkosten (3,25 Millionen Euro; Anmerkung der Redaktion) bereits enthalten." Die Eltern seien in einer Vollversammlung informiert worden.
Und für die, die ihr Kind jetzt in der Stadt anmelden wollten, gelte: "Natürlich erhalten die Eltern bereits beim Anmeldegespräch alle vorliegenden Informationen."