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Feuerwehr: Kinder werden Lebensretter

Feuerwehr : Kinder werden Lebensretter

Die Feuerwehr der Stadt Traben-Trarbach hat eine Bambinifeuerwehr gegründet.

Die Feuerwehr in Traben-Trarbach wird jünger. Beim Spätsommerfest der Löschgruppe II im Stadtteil Trarbach ist die Bambini-Feuerwehr Traben-Trarbach gegründet worden. Neun Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren treffen sich künftig zweimal im Monat, um miteinander zu spielen, zu basteln und natürlich die Feuerwehr kennenzulernen. Feuerwehrtypische Aufgaben werden zu rund einem Drittel behandelt, sagt Tamara Theis, die seit zwei Jahren der Feuerwehr angehört und den Anstoß gegeben  hat, in Traben-Trarbach eine Bambinifeuerwehr zu gründen. „Die Kinder sollen die Geräte kennen lernen und leichte Aufgaben üben, beispielsweise einen Notruf richtig abzusetzen“, sagt sie. Doch der Spaß steht immer im Vordergrund, ergänzt Nadja Klaes, die zusammen mit Theis die Jüngsten der Wehr betreut. Beide arbeiten als Erzieherin in Kindergärten.  Das Interesse an der Bambinifeuerwehr ist groß. Am Gründungstag haben sich drei weitere Kinder angemeldet. Und Theis weiß von vier Kindern, die   ebenfalls eintreten wollen, sobald sie das Mindestalter von sechs Jahren erreicht haben. Was animiert die Kinder, zu den Bambinis zu kommen? „Weil mein Papa auch in der Feuerwehr ist“, sagt die sechs Jahre alte Thalia. Der gleichaltrige Niklas will gar ausprobieren, ob er später mal Feuerwehrmann werden will, und die sieben Jahre alte Emilia freut sich darauf zu lernen, wie man mit einem Feuerwehrschlauch umgeht. 

Die Bambinifeuerwehr soll für die ganze Stadt Traben-Trarbach offen sein, nimmt aber auch Kinder aus den umliegenden Orten der Stadt auf, sagen Theis und Klaes.

Wehrführer Christian Storck hat den Bambinis neben den Ernennungsurkunden als Geschenk jeweils einen Rauchwarnmelder überreicht, damit diese in ihren Kinderzimmern sicher sind vor Brandgefahren. „Ihr kleinen Zwerge seid das Schützenswerteste, was wir haben“, sagt er zu den neuen Bambinis.

Wehrleiter Christoph Zender betont, wie wichtig die Bambinis für den Nachwuchs der Feuerwehr sind. „Das ist der Nachwuchs von morgen“, sagt er. „Man muss die Kinder früh erreichen und ein interessantes Programm anbieten, sonst sind sie weg“, sagt er. Derzeit sei in der VG keine weitere Bambinigruppe in Planung. Elf Jugendfeuerwehren gebe es derzeit in der VG.

Die Anzahl der Feuerwehrleute in der VG sei im vergangenen Jahr um 30 Aktive gesunken, sagt Bürgermeister Marcus Heintel, viele davon wegen Erreichens der Altersgrenze. Deshalb sei es lobenswert, dass man sich bei der Feuerwehr um die noch Jüngeren kümmert. „Meinen Glückwunsch, dass es euch gelungen ist, eine Bambinifeuerwehr zu gründen“, sagt er. Die Bambinis seien derzeit auf der Stufe wie die Jugendfeuerwehren vor 30 Jahren, sagt Peter Gerhards, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Damals hätten auch viele Personen gefragt, warum man diese gründen solle. Doch gehe es darum, den Fortbestand der Feuerwehren zu sichern.

Interessenten an der Bambinifeuerwehr können unter Telefon 0171/6486173 mit den Betreuerinnen Kontakt aufnehmen.