Jugend: Kino, Hip-Hop und Wortakrobatik

Jugend : Kino, Hip-Hop und Wortakrobatik

Das neu gewählte Jugendparlament hat in seiner konstituierenden Sitzung den bisherigen Vorsitzenden André Lörsch und seine Stellvertreterin Eva-Maria Pitsch in ihren Ämtern bestätigt. Die Jugendvertreter haben viel vor.

Engagiert und mit neuen Ideen: Das neugewählte Jugendparlament der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hat in seiner konstituierenden Sitzung nicht nur die anstehenden Wahlen für den Vorsitz und Ausschussposten erfolgreich hinter sich gebracht. Die 13 Delegierten  führen auch die Arbeit des Gremiums aus der vorausgegangenen Legislaturperiode fort und setzen außerdem neue Akzente.

Unter der Sitzungsleitung des neuen und alten Vorsitzenden André Lörsch, der sich in einer Kampfabstimmung gegen seine bisherige und ebenfalls wiedergewählte Stellvertreterin Eva-Maria Pitsch durchgesetzt hat, hat das Gremium als Standort für einen Schaukasten das Gelände des Busbahnhofs am Schulzentrum ausgewählt.

Darin sollen per Plakate und Aushänge die Schüler der Verbandsgemeinde über die Aktivitäten des Jugendparlaments, des Jukuz mit der Tonstation und des Jugendpflegers informiert werden. Der Schaukasten kostet laut Jugendpfleger Guido Moll etwa 1000 Euro und wird aus dem Budget des Jugendparlaments bezahlt.

 Damit geht der Trend wieder zurück von der Kommunikation über Social Media hin zu Plakaten und Aushängen. Facebook werde bei jungen Leuten immer weniger beachtet, sagt Moll. Und auch andere Social-Media-Kanäle seien nicht unproblematisch.

Positiv sehen die jungen Parlamentarier den zweimal jährlich ausgetragenen Poetry Slam und das Sneak Preview im kommunalen Kino. Der Begriff Sneak Preview steht für das Aufführen eines  neuen Filmes, bei dem die Zuschauer im voraus nicht wissen, was gezeigt wird.

„Der Poetry Slam hat langsam begonnen, inzwischen aber immer mehr Zulauf“, sagt Moll. Zuletzt sei die Veranstaltung von 70 Leuten besucht worden. Das Jugendparlament hat deshalb beschlossen, den sogenannten Bärenslam als „großstädtisches Angebot“ weiter finanziell zu unterstützen. Jeder Slam kostet rund 500 Euro, 150 Euro kommen rein, sagt Moll.

5000 Euro hat das Jugendparlament zur Verfügung. „Es ist eure Aufgabe, das Geld sinnvoll einzusetzen“, sagt der Jugendpfleger zu den Mitgliedern des Gremiums. Eine Zugabe erhalten die Bernkasteler mit Workshops zum Poetry Slam, die vom Kultusministerium in Mainz finanziert werden. An fünf Nachmittagen können die Teilnehmer jeweils vier Stunden lang unter fachkundiger Anleitung das Schreiben und Vortragen von Beiträgen für Poetry-Slams üben. Die Workshops sollen im Oktober beginnen und sind für die Teilnehmer kostenlos, sagt Moll. Die genauen Termine werden noch festgelegt.

Sie haben im neugewählten Bernkasteler Jugendparlament besondere Aufgaben übernommen: Vorne  zu sehen sind André Lörsch und Eva-Maria Pitsch, hinten Fabian Schmidt, Nico Mehn und Hannah Stein. Foto: Christoph Strouvelle
Die Wahlen für das Jugendparlament sind  vorbei. Jetzt  können die jungen Politiker in der VG Bernkastel-Kues mit ihrer Arbeit beginnen. Foto: Klaus Kimmlng

Da der alte und neue Jupa-Vorsitzende André Lörsch wegen anderer Verpflichtungen die Sitzung nicht zu Ende leiten konnte, haben die Parlamentarier unter dem Vorsitz von Pitsch beschlossen, im Winter ein kleines musikalisches Event mit Rap oder Hip-Hop-Musik zu organisieren. Möglich sei auch eine Musikveranstaltung mit einem Discjockey. Wichtig sei es dabei, bezahlbare Künstler zu finden, die trotzdem Zugkraft haben, sind sich die Mitglieder des Gremiums einig. Wenn die Veranstaltung erfolgreich ist, soll im kommenden Sommer ein größeres Event  folgen.

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