Kirchenchor verleiht Messe seit 25 Jahren Glanz
Malborn · Mit der Feier seines Silberjubiläums steht dem Kirchenchor St. Briktius Malborn an diesem Wochenende ein herausragendes Ereignis ins Haus. Die Sänger knüpften Mitte der 1980er Jahre an eine schon 1924 begründete Tradition in Malborn an.
Malborn. Vor 25 Jahren hatten wohl längst nicht alle damit gerechnet, 2011 das Silberjubiläum des Kirchenchores St. Briktius Malborn feiern zu können. Die begeisterten Sänger, die sich damals zusammenschlossen, wollten nämlich in erster Linie nur eines: Den Messen in ihrer Pfarrkirche festlichen Glanz verleihen. Über die Jahre entwickelte sich daraus eine harmonische und sehr aktive Gemeinschaft, die sich längst nicht mehr darauf beschränkt, Gottesdienste und Feste im eigenen Dorf zu bereichern.
Chor singt auch in der Region
Die knapp 30 Sänger (siehe Extra) treten bei befreundeten Chören in der ganzen Region auf. Darüber hinaus sind sie regelmäßig beim Cäciliensingen des Dekanats dabei und bei den Sängertagen der Verbandsgemeinde. Zwischendurch laden sie zudem zu eigenen Themenkonzerten mit Instrumentalbegleitung ein.
Das Glanzlicht des Silberjubiläums, das die Sänger an diesem Sonntag feiern, ist die von ihnen und dem Streichorchester der Kreismusikschule umrahmte Festmesse. Anschließend erwartet Akteure und Gäste in der Steinkopfhalle eine kulinarische Belohnung: Gefüllte Klöße mit Lauch-Specksoße und Apfelkompott. Das nachmittägliche Festprogramm mit Ehrungen umrahmen der Kirchenchor St. Kunibert Haag und der Männergesangverein Pluwig-Gusterath 1877.
Die Sänger, die ihren Geburtstag als Ansporn für weitere Aktivitäten sehen, knüpften 1986 an eine Tradition an, die 1924 in Malborn begann.
Erste Sänger trafen sich 1924
Denn damals hatte sich ein Cäcilienverein gegründet, von dem etliche Auftritte zwischen Bischofsdhron und Nonnweiler belegt sind. Bennannt hatte sich die Gruppe nach der Heiligen Cäcilia, die als Patronin der Musik gilt. Ein Festtag für den Chor war die Weihe der Malborner Kirchenorgel am 15. Juli 1934. Nach dem Krieg setzten Sänger unter der Leitung von Alois Malburg die Tradition fort. Doch in den 1950er Jahren ebbte das Interesse ab: Der Chor löste sich auf. Dass er drei Jahrzehnte später wieder singt, ist Pfarrer Gerhard Seel zu verdanken.
Aufgrund seiner Initiative fanden sich bereits zum ersten Treffen so viele Sänger, dass der Chosofort mit dem Proben began. ErDirigent war Andreas Krob aus Heinzerath, die Aufgaben des Vorsitzenden übernahm etliche Jahre lang Johannes Ganz, der heutige zweite Vorsitzende.
Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 9. Oktober, um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche mit dem Kirchenchor St. Briktius Malborn und dem Streichorchester der Kreismusikschule; anschließend Feier in der Steinkopfhalle. 12 Uhr Mittagessen, ab 14 Uhr beginnt das Festprogramm mit Ehrung der aktiven Sänger. urs