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Kirmesbilanz: Säubrenner feiern zahlreich und friedlich

Kirmesbilanz: Säubrenner feiern zahlreich und friedlich

Die Wittlicher Säubrennerkirmes ist - angefangen beim Schauspiel über den Festzug bis hin zu den Konzerten - gut besucht. Der Röstmeister meldet bis zum früh-en Montagabend 106 verzehrte Schweine. Heute am Familientag lockt der Rummel mit ermäßigten Preisen.

Wittlich. Auf die Kirmesbesucher ist Verlass. Denn die Schausteller, Kunst-Handwerker und Gastronomen der Wittlicher Säubrennerkirmes sind mit ihren Geschäften zufrieden. "Das Publikum war in diesem Jahr wieder stark", sagt der Wittlicher Winzer Johannes Lütticken, der am Marktplatz seinen Stand aufgebaut hat. Die Geschäfte seien gut gelaufen. "Die Amerikaner haben wie immer ihren lieblichen Wein, die Deutschen eher trockene und feinherbe Schoppen getrunken."
Neben den Einheimischen ist die Wittlicher Kirmes stets Anziehungspunkt für Tausende Besucher aus aller Herren Länder.
Dazu gehört auch die 18-jährige Brasilianerin Isabelle Chaloub. Zu Besuch in Wittlich genießt sie mit dem Einheimischen Reinhold Blum (68) am Sonntagvormittag ein Highlight der Kirmes: die Weinprobe auf dem Riesenrad. Über den Dächern der Stadt lassen sich die beiden Kirmesbesucher Riesling, Weißburgunder und dazu Kartoffelkuchen mit gebratener Blutwurst und Apfelschnitt munden. "So etwas Schönes habe ich noch nie erlebt", schwärmt die Brasilianerin, die in Deutschland studieren möchte und derzeit in Wittlich ihre Bekannten besucht, die sie von einem Schulaustausch kennt. "Dass ich genau zur Kirmes komme, ist kein Zufall."
Für die Sicherheit der Kirmesgäste sorgen 40 Rettungssanitäter der Malteser sowie des Deutschen Roten Kreuzes. "Wir mussten an den ersten vier Kirmestagen 100 Menschen helfen", sagt Einsatzleiter Klaus Braband. Kreislaufschwäche war die häufigste Ursache für den Einsatz der Rettungssanitäter. Aber auch einer Handvoll besinnungslos Betrunkenen, darunter drei Sechzehnjährigen, mussten die Einsatzkräfte helfen. "Lebensbedrohliche Notfälle gab es jedoch nicht. Die meisten Betrunkenen, die wir aufgefunden hatten, konnten wenig später selbst nach Hause gehen."
Zudem feierten die 100 000 Kirmesbesucher friedlich. "Das war bislang ein äußerst ruhiges Fest", sagt Polizeihauptkommissar Martin Nellinger, "ohne besondere Vorkommnisse."
Und auch wenn sich die Schausteller auf dem Rummelplatz nicht in die Kassen gucken ließen, seien sie zufrieden, sagt Rainer Wener, Organisator der Säubrennerkirmes für die Stadt Wittlich. "Die kommen nach Wittlich, um Geld zu verdienen und man sieht es in ihren Gesichtern, dass die Geschäfte gut gelaufen sind."
Nun zur bedeutendsten Zahl der Wittlicher Säubrennerkirmes: Röstmeister Andreas Mittler meldet am frühen Montagabend 106 gebratene Säue und ist von der Nachfrage überwältigt. "Im nächsten Jahr brauchen wir mehr Personal am Saubratenstand."

Weitere Fotos von der Säubrennerkirmes und der Weinprobe unter:
volksfreund. de/fotos