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Kirmesbilanz: Wittlicher feiern zahlreich und friedlich

Kirmesbilanz: Wittlicher feiern zahlreich und friedlich

Perfektes Wetter sorgt für großen Zulauf bei der Säubrenner-Kirmes. 106 Säue sind bis zum späten Montagnachmittag verarbeitet worden. Die Schausteller sind genauso zufrieden wie Rainer Wener, der das Volksfest dieses Jahr zum ersten Mal organisiert hat. Polizei und Hilfsdienste hatten nicht viel zu tun.

Wittlich. Ein Kribbeln von Anfang an. Das beschert die Säubrenner-Kirmes Rainer Wener. Zum ersten Mal hat er das Volksfest hauptverantwortlich organisiert. "Ich bin glücklich, dass alles so gut gelaufen ist", sagt er. Das Kirmeswetter sei perfekt, schon der Freitag sei gut angelaufen und sowohl auf dem Rummelplatz als auch in der Innenstadt sei viel los gewesen.Erwartungen übertroffen


"Die Besucherzahlen sind immer schwer zu schätzen, weil wir von allen Seiten Zulauf haben, aber dieses Jahr war es extrem", erzählt Wener. Die Erwartungen seien übertroffen worden. Rekordverdächtig ging es auch beim Saubratenstand zu. Wener: "Am ersten Tag hatten wir schon 44 Säue." Der Samstag sei immer einer der stärksten Tage, weiß Röstmeister Andreas Mittler, "auch wenn es da erst etwas später losgeht". Bis zum Montagnachmittag wurden 106 Säue geröstet. Der Rekord liegt bei 123. "Aber der ist jetzt auch nicht ausschlaggebend für eine gute Kirmes", so Wener. Getrunken wurde auch, und zwar vor allem Riesling. "Der hat sich allgemein gut verkauft", sagt Heinz Zender vom Weinstand, der auch Sprecher der Wittlicher Winzergemeinschaft ist. Glücklich waren auch die Schausteller. "Die hatten alle strahlende Gesichter", sagt Wener. "Und das neue Riesenrad sieht einfach gigantisch aus."
Obwohl die Wittlicher so zahlreich feierten, berichten Hilfsdienste und Polizei von einer ruhigen Kirmes. Die Malteser, pro Tag mit 22 Kräften im Einsatz, brachten bis zum Montagmittag zwölf Menschen ins Krankenhaus. "Dabei ging es um typische Kirmesverletzungen wie Schnitte oder Knochenbrüche", erklärt Dirk Vogler. Ambulant wurden knapp 50 Leute behandelt.
Von bisher 24 ambulanten Behandlungen berichtet das DRK, das mit insgesamt 120 Kräften im Einsatz war.Schnitt- und Stichverletzungen


Grund dafür waren neben Schnittverletzungen auch Bienenstiche und Kreislaufprobleme. Acht Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. "Wir hatten einen eklatanten Einsatz mit einer stark alkoholisierten Jugendlichen", erzählt Alexander Becht. "Insgesamt lief es aber in geordneten Bahnen. Wir hatten auch schon mal 24 Einsätze nur an einem Abend, das gab\'s auch schon."
Auch die Polizei hatte nicht allzu viel Arbeit - unter anderem ging es um gestohlene Handys und Schlägereien (der TV berichtete). "Es war eher ruhig", sagt Martin Nellinger. Und das Thema Jugendliche und Alkohol? Da sei ein Jugendsachbearbeiter auf der Kirmes unterwegs. Etwas Größeres sei aber nicht aufgefallen.