Klagen bis zum Schluss

ÜRZIG. Wie geht es weiter mit dem geplanten Hochmoselübergang? Was wollen die Kläger? Eines der brisantesten Themen in Sachen Straßenverkehr in der Region lockte jetzt nicht nur den Südwestfunk an die Mosel.

Wenn Heike Zahn vom SWR durch die Lande zieht, gibt es bald etwas Interessantes für die Fernsehzuschauer zu sehen. Diesmal kam Zahn nach Ürzig, um für die Sendung "Im Grünen Rheinland-Pfalz" einen Beitrag zu drehen. Inhalt der Sendung wird natürlich der geplante Hochmoselübergang und die damit verbundenen Folgen für die Natur sein. Ihr Hauptaugenmerk richtete Zahn dabei auf die Spechte, für deren Lebensraum viele Gegner der Moselüberquerung schwarz sehen. Neben etlichen Gegnern und Befürwortern des Projektes, deren Meinung man zumindest im direkten Umfeld der geplanten Baustelle schon vielfach gehört hat, ließ Heike Zahn für ihre Sendung auch die Bundesvorsitzende des BUND, Dr. Angelika Zahrnt zu Wort kommen. Extra für die Reportage war Zahrnt aus Berlin angereist und stand, nachdem sie vor Ort von Heide Weidemann, ihrer Kollegin auf Landesebene, informiert worden war, der Journalistin Rede und Antwort. Angelika Zahrnt ließ keinen Zweifel daran, dass der BUND alle rechtlichen Mittel ausschöpfen wird, die den Übergang verhindern können. Zahrnt sagte: "Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Koblenz steht jetzt die Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig an. Sollte dort ein Urteil gefällt werden, dass nicht unseren Vorstellungen entspricht, scheuen wir uns auch nicht vor einer Klage beim Europäischen Gerichtshof zurück." Voraussichtlicher Sendetermin soll am Dienstag, 18.15 Uhr auf SWR 3 sein.