1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Klangpiraten in der Synagoge in Wittlich

Konzert : Auf der Suche nach den Schätzen der Musik

In Wittlich trat die Formation Klangpiraten in der Synagoge auf. 80 kleine und große Besucher machten begeistert mit.

Die Vorfreude der jüngsten Besucher auf das Konzert der Klangpiraten war groß. Viele waren zum ersten Mal bei einem Kinderkonzert oder in der Synagoge. Besonders aufs Mitmachen waren sie gespannt. Dann ging es los, schwungvolle Musik setzte ein, und der Klangpirat Christian Schatka kam mit einem Koffer zur Bühne, der als Trommel diente. Nachdem seine Musikpartnerin von den Kindern wachgerufen worden war, gab es erst einmal Morgensport mit Musik: auf einem Bein stehen, hüpfen und klatschen im Rhythmus.

Die Kinder hatten keine Berührungsängste und machten gleich mit viel Elan mit. Als der Schatka fragte, wer denn auf die Bühne möchte, wollten fast alle mit dabei sein, um Ukulele, Glockenspiel, Trommel oder Rassel zu spielen. Einige machten das sehr gelassen, andere waren mit vollem Körpereinsatz dabei. Ein Zauber­instrument gab es auch, bei dem die Kinder im ersten Moment noch etwas zögerlich waren. Es war ein Stab, der Töne von sich gab, wenn man ihn auf den Boden tippte.

Das Erste, was die Kinder mit den Klangpiraten machten, war: ganz laut, ganz leise, schnell und langsam zu spielen, was überraschend gut funktionierte. Da die Kinder gerne laut und schnell spielen wollten, wurde das erst einmal so gemacht. Aber dann gab es doch noch die leisen Töne. Wer nicht auf der Bühne war, klatschte mit oder konnte sich eine Rassel oder Klanghölzer nehmen und vom Platz aus spielen. Bei einem weiteren Lied haben die Mädchen und Jungen dann gewechselt.

Dabei wurde selbstverständlich nach den Corona-Regeln gehandelt, indem man die Instrumente nach Gebrauch desinfizierte – und die nächsten Kinder bekamen andere Instrumente. Geplant war das Konzert draußen an der Lieser. Aber durch die Starkregen­schäden war das nicht möglich, und es ist verlegt worden.

 Emil, 6 Jahre: „Ich freue mich, dass wir hier beim Konzert mitmachen dürfen. Zum ersten Mal bin ich bei einem Konzert in der Synagoge. Ich singe am liebsten ‚Däpp, däpp, däpp, Johnny Däpp‘.“
Emil, 6 Jahre: „Ich freue mich, dass wir hier beim Konzert mitmachen dürfen. Zum ersten Mal bin ich bei einem Konzert in der Synagoge. Ich singe am liebsten ‚Däpp, däpp, däpp, Johnny Däpp‘.“ Foto: Christina Bents
 Anke Thomas, 36 Jahre: „Wir sind heute hier, weil wir den Kindern nach der langen Zeit der Pandemie noch mal was Schönes ermöglichen wollen. Wir hoffen auf gute Stimmung und Spaß.“
Anke Thomas, 36 Jahre: „Wir sind heute hier, weil wir den Kindern nach der langen Zeit der Pandemie noch mal was Schönes ermöglichen wollen. Wir hoffen auf gute Stimmung und Spaß.“ Foto: Christina Bents
 Juliane, 5 Jahre: „Ich freue mich auf das Konzert, weil ich selbst sehr gerne singe. Und Trommel und die Gitarre finde ich gut. Im Kindergarten singe ich am liebsten das Geburtstagslied.“
Juliane, 5 Jahre: „Ich freue mich auf das Konzert, weil ich selbst sehr gerne singe. Und Trommel und die Gitarre finde ich gut. Im Kindergarten singe ich am liebsten das Geburtstagslied.“ Foto: Christina Bents

Bei der Vorstellung der Instrumente wirkten auch Kinder mit. Die Klangpiraten hatten das in ein Lied verpackt. Dabei gab es Solo­einsätze von Cayon, Glockeneinsatz oder Klanghölzern. Nachdem die jungen Zuschauer sich auf der Bühne musikalisch betätigt hatten, sangen die Klangpiraten noch einige Stücke, etwa über das Kazzoo. Denn der Traumberuf des Klangpiraten ist „Kazzoo-Improvisateur“. Immer wieder sind die beiden Musiker mit den Kindern in Kontakt getreten, haben sich in ihre Welt hineinversetzt, etwa mit dem Stück „Eine kleine Zeit“. Es handelt davon, dass man als Kind gerade in etwas vertieft ist, malt oder spielt, und die Eltern einen dann abholen wollen – beispielsweise zum Abendessen. Bei dem Lied „Zuckertüte“ gab es die spannende Instrumenten­mischung Ukulele und Bassklarinette zu hören. Inhaltlich ging es um den ersten Schultag und was wohl in der Schultüte sei. Zum Abschluss gab es noch den „Boum Schaka Laka“-Song. Kinder, Eltern und Großeltern konnten so den Alltag ein wenig vergessen und beschwingt nach Hause gehen.