Klares Nein

TALLING. Klares Nein: Der Ortsgemeinderat kann sich mit der Neufassung der Verbandsordnung des Zweckverbands der zwölf Gemeinden nicht anfreunden. Weiterhin beschloss der Rat forstliche Maßnahmen im Bereich der Grillhütte und den Ausbau von Wirtschaftswegen.

Heiß und kontrovers wurde die Neufassung der Verbandsordnung des Zweckverbands der zwölf Gemeinden (der TV berichtete) von den Räten der 230-Einwohner-Gemeinde diskutiert. Die Entscheidungen, die von dieser Neuregelung betroffen sind, gelten für die Bereiche Wald, Kindergarten und Friedhofswesen. Der Gemeinderat Lückenburg hat bereits zugestimmt. Neu ist, dass die Gemeinde Thalfang künftig eine Art Veto-Recht genießt. Ohne ihre Zustimmung kann keine Entscheidung gefällt werden. Das führten vor allem die Tallinger Ratsmitglieder Rudi Marx, Uwe Kollmann und Rudolf Manz ins Feld. Nach einem Verteilungsschlüssel erhält Thalfang 53 der 94 Stimmen im Kindergarten und 57 von 96 Stimmen im Friedhofswesen. Der Stimmenanteil wurde anteilig der durchschnittlich aufgebrachten Betriebskosten der vergangenen zehn Jahre errechnet. "Thalfang hat zwar immer den höchsten prozentualen Anteil eingebracht, bekommt aber auch dadurch eine Mehrheit der Stimmen", argumentierte der frühere Tallinger Ortsbürgermeister Marx. Dadurch sei die Gemeinde "jederzeit in der Lage, Positionen, die Thalfang nicht mitträgt, zu blockieren". Nach der aus dem Jahre 1985 stammenden Verbandsordnung wurden die Bereiche Wald, Kindergarten, und Friedhofswesen in der Vergangenheit laut Ortsbürgermeister Erich Thösen "immer einheitlich geregelt". Die Mehrzahl der Räte war der Auffassung, dass die alte Verbandsordnung eine gute Grundlage für ein Vertrauensverhältnis war. "Gibt es von eurer Seite einen Vertrauensschwund?", fragte er den Rat. Das Ergebnis bei der Abstimmung sprach eine deutliche Sprache: sechs Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Ortsbürgermeister Thösen enthielt sich wie bei der Sitzung des Zweckverbands seiner Stimme. Zweidrittelmehrheit muss noch zustimmen

Die Entscheidung im Zweckverband wurde im Übrigen bereits getroffen. Damit die neue Verbandsordnung umgesetzt werden kann, ist eine Zweidrittelmehrheit der Verbandsmitglieder und eine Zweidrittelmehrheit aller Stimmen notwendig. Zudem wurde beschlossen, dass die Fläche an der Grillhütte von Gefährdungsbäumen befreit wird. Die Wirtschafts- und Wanderwege an der Gemarkung Schönberg/Neunkirchen sehen auch bald besseren Zeiten entgegen. Für insgesamt 487,32 Euro wurde der Auftrag für den Ausbau vergeben, der in diesem Jahr noch realisiert werden soll.