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Klausen lässt alle seine 500 Bäume katalogisieren

Klausen lässt alle seine 500 Bäume katalogisieren

Die Unglücksfälle in Trier und Dreis, bei denen umgestürzte Bäume Personen- und Sachschäden verursacht haben, haben Folgen. Eine davon ist, dass die Verbandsgemeinde Wittlich-Land eine Regelung für eine einheitliche Baumkontrolle sucht. Dazu gibt es erste Gespräche mit Förstern und Ortsbürgermeistern.

Wittlich-Land/Klausen. Bestürzt, traurig und geschockt waren die Menschen, als sie von den Unglücksfällen durch umgestürzte Bäume in Trier und Dreis erfahren haben (der TV berichtete). Die Vertreter der Ortsgemeinden überlegen nun, was sie tun können, damit keine Menschen und Gegenstände durch umfallende Gehölze zu Schaden kommen. Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land wird für ihre Ortsgemeinden eine einheitliche Regelung suchen und sich auf eine Methode der Baumkontrolle einigen.
Ein Gespräch mit den Revierförstern soll am Freitag dazu beitragen. Herbert Billen, Pressesprecher der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, sagt: "Wir wollen den Gemeinden helfen, einfache und effektive Möglichkeiten zu finden, damit die Gefahren reduziert, und die Haftungsfragen eindeutig geklärt werden können."
In einigen Gemeinden wie in Esch oder in Klausen stand das Thema Baumkontrollen schon auf der Tagesordnung von Ratssitzungen. In Klausen ist Tobias Thees, der momentan ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, dabei, alle Bäume zu erfassen, die die Gemeinde hat.
Anschließend werden die Bäume, die an Straßen oder viel begangenen Wegen stehen, von Experten genauer angesehen und je nach Gesundheitszustand, in verschiedene Kategorien eingeteilt. Alois Meyer, Ortsbürgermeister und Revierförster sagt: "Das kann durch einen externen Dienstleister oder die eigenen Forstwirte gemacht werden, das wollen wir mit der Verbandsgemeinde noch besprechen. Aus den Ergebnissen leiten sich dann die Abstände ab, wann der Baum das nächste Mal kontrolliert wird, oder was mit ihm passiert." In Klausen ist bereits ein Baum gefällt worden, dessen Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Insgesamt hat die Gemeinde 500 Bäume im Ort, die ältesten sind 130 Jahre alte Eichen am alten Forsthaus. chb