Klinikum Mittelmosel soll weiter wachsen

Klinikum Mittelmosel soll weiter wachsen

Um die Gesundheitsversorgung zu sichern, haben sich die Krankenhäuser Zell und Traben-Trarbach vor einem Jahr zusammengeschlossen. Die Verbundklinik zieht eine erste Bilanz.

Traben-Trarbach. 206 Betten stehen den Patienten im Verbundkrankenhaus Klinikum Mittelmosel zur Verfügung - 185 im St.-Josef-Krankenhaus Zell, 21 im Anna-Henrietten-Stift Traben-Trarbach. Beide Häuser sind seit dem 1. Oktober 2011 vereinigt, unter dem Dach des christlichen Trägers Maria Hilf RLP gGmbH. Seitdem arbeiten sie als Klinikum Mittelmosel zusammen. "In dieser kurzen Zeit sind viele Aufgaben bewältigt worden - organisatorische, strukturelle und strategische", sagt Pressesprecherin Dagmar Koppers.
Standort stärken


Ziel sei der Erhalt und die Stärkung beider Standorte. Mit dem Zusammenwachsen der beiden Häuser und dem fachlichen Austausch sei das Angebotsspektrum für die Patienten an der Mittelmosel gewachsen. Beispielsweise seien zusätzliche Schwerpunkte geschaffen worden wie in der Chirurgie im St.-Josef-Krankenhaus Zell. Dort erfolgte die Spezialisierung in Allgemein-, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie in Viszeral- und Gefäßchirurgie. Auch die Innere Medizin in Zell hat einen zusätzlichen Schwerpunkt. Neben dem etablierten Bereich der Kardiologie zur Akutversorgung von Herzinfarkten ist jetzt die Endoskopie (Spiegelung des Magen- und Darmtraktes) personell und medizin-technisch erweitert worden. Für alle medizinischen Fachbereiche, das heißt auch für die Akutversorgung von Schlaganfällen sowie die Palliativmedizin in Zell, gilt, dass die Teams gleichermaßen den Bürgern der Regionen Traben-Trarbach und Zell zur Verfügung stehen.
In der Doppelstadt ist die gebündelte Geburtshilfe angesiedelt. Die Kurse der Elternschule werden an beiden Standorten angeboten, so dass die werdenden beziehungsweise Eltern die Wahl zwischen Zell und Traben-Trarbach haben.
Ambulante Versorgung


Für den Bereich der Frauenheilkunde stehen an beiden Standorten Fachärzte bereit, um sowohl konservativ als auch minimal-invasiv zu behandeln. Auch die ambulante Gesundheitsversorgung sei erweitert worden, sagt Koppers. So ist das Medizinische Versorgungszentrum St. Josef Traben-Trarbach gegründet worden, das seinen Sitz im Anna-Henrietten-Stift hat. Dort finden die Patienten mehrere Fachdisziplinen: Chirurgie, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie für Neurochirurgie. "Zusätzliche Erweiterungen sind in Planung", heißt es aus dem Krankenhaus. Zum Beispiel dürfte jetzt in Traben-Trarbach auch die komplette chirurgische Sprechstunde durchgeführt werden. Somit gibt es zwei chirurgische Fachärzte, ein Facharzt für Physikalische und Rehabilitative und eine Facharzt für Neurochirurgie am Trabener Krankenhausstandort. red