Kloster Himmerod hat Walter Densborn viel zu verdanken

Ehrung : Kloster Himmerod hat Walter Densborn viel zu verdanken

Himmerod hat dank Walter Densborn schwere Zeiten überstanden. Bischof Stephan Ackermann ehrt den 78-jährigen.

Große Feierstunde im Kloster Himmerod: Bischof Stephan Ackermann hat dem ehemaligen Manderscheider Bürgermeister Walter Densborn aufgrund seiner Verdienste um das Kloster die Bistumsmedaille verliehen. Laut Bistumssprecherin Simone Bastreri sind in den vergangenen zehn Jahren genau zehn Personen mit dieser Auszeichnung geehrt worden. Densborn ist der einzige im Landkreis Bernkastel-Wittlich, der die Bistumsmedaille in diesem Zeitraum erhalten hat — was ihm laut Ackermann ein besonderes Privileg verschafft: „Alle, die eine Medaille haben, haben Zugang zum Bischof“, sagt Ackermann unter dem Applaus der rund 120 Festgäste im Refektorium des Klosters.

Professor Dr. Reinhold Bohlen, Rektor der Abteikirche, hob in seiner Laudatio die Verdienste des Geehrten hervor. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit säßen wir heute nicht hier, wenn Walter Densborn sich nicht im Jahre 2011 so beherzt und auf eigenes Risiko für das wirtschaftliche Überleben des Klosters eingesetzt hätte“, sagt Bohlen.

Damals habe dieser bei drohender Insolvenz die Klostergaststätte übernommen und sie als entscheidende Einnahmequelle für die Abtei wieder in die Gewinnzone geführt. Zurzeit betreibe Densborn, der Ende des Jahres aus Altergründen sein „langjähriges, bewundernswertes Engagement“ zugunsten des Klosters Himmerod beenden werde, als Pächter die Kloster-Kunst- und Buchhandlung.

In zahlreichen Organisationen wie dem Kreismusikverband, der Bezirksgruppe Wittlich des Eifelvereins sowie als Aufsichtsratsvorsitzender des DRK- Rettungsdienstes Eifel-Mosel-Hunsrück habe „der Macher“ Bemerkenswertes bewegt und zustande gebracht. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Bereits 1994 hat Densborn den Förderkreis Museum Abtei Himmerod gegründet, den er von 2003 bis 2015 als geschäftsführender Vorsitzender geleitet hat. Als Beispiele für Einzelaktionen, die Densborn veranlasst hat, führte Bohlen die Pflasterung von Wegen auf dem Klostergelände auf sowie den Auftrag zur Herstellung eines Modells der romanischen Klosteranlage, den Anstoß zu einem Buch über David von Himmerod und die Heimholung und Instandsetzung des Abtsbaldachins, der nach der Säkularisation des Klosters in den Dom nach Trier transferiert worden war.

Densborn wies bei seinem Dank auf seine „Himmeroder Gene“ hin, die er als katholisch geprägter Mensch in sich trage. „Meine Mutter hätte sich gefreut“, habe er in seiner ersten Reaktion gesagt. Zum einen sei er ein bisschen stolz auf die Medaille, andererseits erfülle es ihn mit etwas Demut. „Ich wusste gar nicht, dass ich so gut bin“, antwortete der 78-jährige unter dem Beifall der Besucher auf die Laudatio Bohlens.

Seine Erfolge seien nicht möglich gewesen ohne die vielen tüchtigen Leute und die Mannschaft, die hinter ihm gestanden habe, sagte er. Das Mühlengelände, das jetzt ein Museum beherbergt, sei eine Begegnungsstätte. Stets habe er die Botschaft nach außen getragen, dass Himmerod lebt. „Diese Botschaft muss bleiben“, sagte Densborn. Es sei wichtig, dass sich Menschen weiter für Himmerod einbringen. Densborn: „Himmerod wird eine gute Zukunft behalten.“

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