Kloster im Radio

GROSSLITTGEN. (red) Die Zisterzienserabtei Himmerod bei Wittlich in der Eifel steht im Mittelpunkt der Sendung SWR4-"Lieder, Leute, Landschaften" am 14. September.

Das Kloster wurde 1138 vom Heiligen Bernhard von Clairvaux gegründet, er hat den genauen Standort persönlich ausgesucht. Noch heute liegt es nach alter Zisterziensertradition abgeschieden im Wald. 1802 hat Napoleon das Kloster, zu dem Wälder, Bauernhöfe und Weinberge gehörten, enteignet. Die Mönche mussten Himmerod verlassen, das Kloster wurde verkauft und als Steinbruch benutzt. Erst 1919 haben Trappistenmönche aus Banjaluka in der Herzegowina Himmerod wieder besiedelt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Abtei als Lazarett benutzt, nach dem Krieg wurde die Abteikirche nach Entwürfen des Barockarchitekten Christian Kretschmar wieder aufgebaut. Heute leben in der sehr lebendigen Abtei 14 Mönche. Himmerod ist die einzige noch bestehende Klostergründung des Heiligen Bernhard in Deutschland, und in diesem Jahr gedenken die Mönche zusammen mit ihren Gästen des 850. Todesjahrs ihres Gründers Bernhard. In der Sendung geht es um die wechselvolle Geschichte der Abtei Himmerod und um das Leben, das die Mönche heute dort führen. Ihr Alltag ist durch das Gebet geordnet, aber das Kloster ist auch ein moderner Wirtschaftsbetrieb mit Gästehäusern, Restaurant und verpachteter Klosterfischerei. Die ehemalige Mühle ist heute ein Museum, in dem in diesem Sommer kostbare alte Handschriften zu sehen waren. Die Schreibermönche aus Himmerod haben sie zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert in akribischer Handarbeit und mit kostbaren Materialien hergestellt.

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