Kloster zu verkaufen

KLAUSEN. Das ehemalige Kloster der Dominikanerinnen in Klausen soll nochmals verkauft werden. Entwicklungsmöglichkeiten: offen. Das Ferienhausgebiet Klostergarten in direkter Nachbarschaft hingegen nimmt zaghaft Formen an. Ende des Jahres soll dort die Erschließung beginnen.

"Zu verkaufen: Klosterkomplex - Verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten". Seit Kurzem hängt ein Schild mit dieser Aufschrift am ehemaligen Dominikanerinnenkloster in Klausen und wirft viele Fragen auf. Was ist los? Wollte der Investor, der das gesamte Kloster-Areal 2003 gekauft hat, nicht ein Konzept vorlegen? Hat er nichts Umsetzbares gefunden? Der niederländische Investor hält sich bedeckt. Der Klausener Maklerin Elke Esch, die er vor zwei Wochen mit dem Verkauf der Klosteranlage im Ortskern beauftragt hat, trägt er auf, seinen Namen und seine Telefonnummer nicht weiterzugeben. Zur Vorgeschichte kann Esch lediglich beitragen, dass eine Reihe von Ideen schon diskutiert wurden, darunter ein Hotel mit Therapiebereich, ein Tagungszentrum und ein religiöses Zentrum. Konkret hat der Investor dann in einem ersten Schritt das Ferienhausgebiet Klostergarten, das sich hinter dem Kloster befindet, zur Baureife gebracht und im Frühjahr 2006 verkauft. Nun sollen die drei Gebäude, nämlich das eigentliche Kloster (vermutlich 18. Jahrhundert), ein Wirtschaftsgebäude und das ehemalige Schwesternwohnheim den Besitzer wechseln. Das Areal umfasst 2800 Quadratmeter. Preis: nach Vereinbarung. Die Gemeinde ist auf jeden Fall daran interessiert, dass das geschichtsträchtige Gemäuer mitten im Dorfkern des Wallfahrtsortes erhalten bleibt. Bürgermeister Alois Meyer: "Wir hatten auch schon überlegt, das Gebäude selbst zu übernehmen. Aber im Rat war man sich einig, dass das eine Nummer zu groß für uns ist." Ziel sei es, zumindest Teile der Gebäude zu nutzen. Klausen mit seinen 1400 Einwohnern fehle ein Gemeindehaus, so Meyer. Im Gegensatz zum Klostergebäude nehmen die Planungen im Klostergarten bereits Gestalt an. Zurzeit werden dort die Nadelbäume gefällt. Laut dem niederländischen Investor Bert Dubbelmann, der den Klostergarten gekauft hat, um dort 30 Ferienhäuser zu errichten, wird noch an dem Erschließungsvertrag gearbeitet. Die Erschließung soll Ende des Jahres beginnen. Dubbelmann will die Ferienhäuser mit Gelände weiterverkaufen. Wie genau die Häuser aussehen sollen, ist laut Dubbelmann noch nicht klar, Einzelheiten müssten noch geklärt werden. Der Klausener Architekt Heinz Maes plant die Anlage. Bauen könnte die Häuser ebenfalls jemand auch aus der Region, so Dubbelmann.

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