Knapp 200 Wanderer trotzen Regen und Kälte

Knapp 200 Wanderer trotzen Regen und Kälte

Zum vierten Mal waren am Wochenende Wanderer 24 Stunden am Stück im Ferienland Bernkastel-Kues unterwegs. Durchschnittlich benötigten die rund 200 Teilnehmer für die gesamte Distanz 18 Stunden.

Bernkastel-Kues. Die Strapazen stehen ihnen ins Gesicht geschrieben, als die ersten Wanderer nach mehr als 15 Stunden in der Grundschule in Bernkastel-Kues mit den Worten "Ihr habt es geschafft!" begrüßt werden. 81,7 Kilometer liegen hinter ihnen - Anstiege, Abstiege, Pfade und Anhöhen haben sie bewältigt. Die Beine schmerzen, die Füße gleichen einer Blasenlandschaft und alle gehen wie auf rohen Eiern. Was aber bei allen überwiegt ist der Stolz und die Freude darüber, die Herausforderung geschafft zu haben. Durchschnittlich benötigten die Teilnehmer für die gesamte Distanz 18 Stunden. Eine Marathonläuferin machte daraus eine Trainingseinheit und kam schon nach 13 Stunden und 41 Minuten ins Ziel.
Die Wanderer wurden auf der ersten, 44,2 Kilometer langen Tagstrecke an sieben Stationen versorgt. Auch auf der Nachtstrecke haben sich die beteiligten Gemeinden und Vereine aus den verschiedenen Orten um die Verpflegung gekümmert. Von den Veranstaltern, der Kultur und Kur GmbH und der Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues, wurden 500 Bananen, 300 Äpfel, 600 Waffeln und 400 Müsliriegel verteilt. Zweimal Frühstück und einmal Abendessen gab es in der Zentrale, der Grundschule in Kues. Hier nutzten einige Wanderer auch die als Ruheraum umfunktionierte Turnhalle, bevor sie - ausgestattet mit Stirn- und Taschenlampen - in die Nacht gingen. Von den 194 gestarteten wagten sich 125 auf die Nacht- strecke. 19 von ihnen haben es nicht ganz geschafft - sie wurden vom Shuttleservice abgeholt. Noch während der Veranstaltung bedankten sich viele Wanderer, so auch Jörg Conrad und Heinz Klink: "Einen riesengroßen Dank an alle vom Orga Team, alle vom DRK, die tolle Küchen-Crew in der Halle und alle freiwilligen Helfer an der Strecke und den Stempel- und Versorgungsstationen. Alle haben super zusammen gearbeitet und uns ein tolles Event erleben lassen."
"Da sind wir natürlich auch ein wenig stolz drauf, denn das war unser Ziel. Logistisch war es eine Herausforderung. Aber wir hatten auch ein tolles Team", ist Organisationschef Patrick Schäfer zufrieden. Insgesamt standen fast 60 Helfer zur Verfügung: Mitarbeiter des Mosel-Gäste-Zentrums, der Wein- und Ferienregion, der Kultur und Kur, des Bauhofs der Stadt, Vertreter aus den an der Strecke liegenden Gemeinden und vom Deutschen Roten Kreuz. red