Knöllchen für Falschparker: Wittlich kassiert am meisten

Knöllchen für Falschparker: Wittlich kassiert am meisten

Es ist jedes Mal ein Ärgernis: Eine Politesse hat einem Falschparker ein Knöllchen verpasst. Je nach Tatbestand kann das bis zu 65 Euro kosten – wenn beispielsweise ein Einsatzfahrzeug behindert wird. Im Kreis Bernkastel-Wittlich kamen im vergangenen Jahr insgesamt 292.000 Euro an Bußgeldern von Falschparkern zusammen.

Recht unterschiedlich überwachen die Kommunen den ruhenden Verkehr. Während beispielsweise in der VG Thalfang im vergangenen Jahr lediglich 1200 Euro an Bußgeld für Strafzettel zusammenkamen, waren es in der VG Bernkastel-Kues 77.000 Euro. Naturgemäß werden in den Städten mehr Knöllchen verteilt als in den Dörfern. Ein Überblick.

Stadt Wittlich: Die mit Abstand höchsten Einnahmen verzeichnet die Stadt Wittlich. 164.000 Euro an Verwarngeldern flossen im vergangenen Jahr in den städtischen Haushalt. Viele Kontrollen bedeuten aber auch viel Personal. Drei Politessen - eine Vollzeit- und zwei Halbtagskräfte, hat die Stadt eingestellt. Zusätzlich sind zwei Vollzugsbeamte mit einem geringen Zeitanteil im Einsatz. Besonders häufig wird in Wittlich in der Neustraße und in der Friedrichstraße falsch geparkt. Dort lohnen sich die Kontrollen der Politessen besonders.

VG Wittlich-Land: Die mit rund 30.000 Einwohnern größte Verbandsgemeinde im Kreis hält sich beim Verteilen von Strafzetteln dezent zurück 420 Knöllchen gab's im vergangenen Jahr für sündige Verkehrsteilnehmer, das brachte der VG-Kasse eine Einnahme von 8360 Euro. Nach Angaben von Herbert Billen, Pressesprecher der VG Wittlich-Land, wird vor allem in Binsfeld, Hetzerath und Manderscheid häufig falsch geparkt.

VG Bernkastel-Kues: In dem Touristenstädtchen, das während der Saison oft überfüllt ist, sind naturgemäß viele Falschparker unterwegs. 7500 Verwarnungen wurden im vergangenen Jahr erteilt. Die Einnahmen betrugen 77.000 Euro. Drei Mitarbeiter - eine Vollzeitkraft und zwei Halbtagskräfte kontrollieren den ruhenden Verkehr. Schwerpunkt ist die Stadt Bernkastel-Kues. Aber auch in den anderen Orten wird bei Bedarf schon mal kontrolliert - zumeist auf Wunsch der Ortsgemeinde.

VG Traben-Trarbach: 27.500 Euro brachten die Knöllchen in der VG Traben-Trarbach. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1800 Verwarnungen ausgesprochen. Derzeit ist in der VG Traben-Trarbach ein Mitarbeiter im Hilfspolizeidienst als Halbtagskraft eingestellt. Hinzu kommt ein Teilzeit-Mitarbeiter, der die verwaltungstechnischen Aufgaben erledigt.

Einheitsgemeinde Morbach: Hier wird vor allem im Ortszentrum von Morbach falsch geparkt und dort gibt es auch die meisten Knöllchen. Insgesamt summierten sie sich im vergangenen Jahr auf 14.000 Euro. Ein Mitarbeiter der Verwaltung kontrolliert regelmäßig den ruhenden Verkehr. Bei besonderen Anlässen wird ein zusätzlicher Mitarbeiter eingesetzt. In den Ortsbezirken sind kaum Kontrollen, es sei denn, ein Ortsvorsteher sieht Bedarf.

VG Thalfang: Wenige Falschparker, daher auch kaum Kontrollen und nur 1200 Euro Einnahmen: In der VG Thalfang müssen Verkehrsteilnehmer selten mit einem Strafzettel rechnen. Falschparker werden schon mal in der Gemeinde Thalfang in der Bahnhofstraße, Hauptstraße und im Bereich der Festhalle zur Kasse gebeten.

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